„Da läuft etwas falsch!“

Wir bleiben für Sie am Ball, spendieren Sie uns dafür einen Kaffee!

Das Thema Ausbildungsplatzgarantie stand im Mittelpunkt des Gesprächs, das die SPD-Landtagskandidatin Dr. Dorothee Schlegel mit dem DGB-Regionalgeschäftsführer Lars Treusch geführt hatte.

Sie maß dem Austausch große Bedeutung bei, denn die Themen rund um Berufsausbildung, Wunsch- und Zukunftsberufe seien für alle, ob Unternehmen oder künftige Azubis, sehr wichtig, gehe es doch um die künftigen Fachkräfte, um beste Ausbildung für junge Menschen und um die Wettbewerbsfähigkeit im Ländle.

Sie bedauerte, dass 25 Prozent aller Azubis ihre Ausbildung abbrechen. „Da läuft etwas falsch“, so Treusch, vorab in der Beratung, in der gegenseitigen Erwartungshaltung oder an den Arbeitsbedingungen. Ein weiteres offenes Thema ist analog wie im Sport auch: einige Firmen bilden nicht selbst aus, sondern kaufen oder werben die Besten anderen Betrieb ab. „Wir müssen allen jungen Menschen eine gute Startchance geben, selbst wenn die gewünschte Lehrstelle nicht oder nicht wohnortnah verfügbar ist.

Das Angebot an Ausbildungsberufen ist groß“, so Lars Treusch. Schlegel berichtet von den gut besuchten Lehrstellenbörsen, von der überbetrieblichen Ausbildungsstätte (ÜAB) und von den Betrieben, die sehr gerne ausbilden würden, aber keine Azubis finden. „Wir müssen uns noch mehr gemeinsam mit allen Beteiligten an einen Tisch setzen, ob Kammern, weiterführende und Berufs- Schulen, ob Schüler*innen, Eltern und Ausbildungsbetriebe“, betonte Schlegel.

Und Lars Treusch unterstrich: „Für diejenigen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, brauchen wir eine Verpflichtung, dies zu tun und über den eigenen Tellerrand zum Gemeinwohl beizutragen. Und das ist ein Gesetz, das jedem jungen Menschen die Garantie gibt, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, auch mit staatlicher Unterstützung“. Freikaufen sei nur eine kurzfristige und unsolidarische Lösung.

Für eine gute Ausbildung, fassten beide Gesprächspartner zusammen, muss gemeinsam viel getan werden, damit der „Rohstoff Bildung“ bestmöglich auch im globalen Wettbewerb zur Geltung kommt.

Artikel teilen:

Zum Weiterlesen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen