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(Symbolbild – Pixabay)

Kreiswahlleiter Landrat Dr. Achim Brötel ruft zur Wahlteilnahme auf

Neckar-Odenwald-Kreis.  (pm) Am 14. März sind rund 110.000 Bürgerinnen und Bürger im Neckar-Odenwald-Kreis aufgerufen, ihre Stimmen für die Wahl des 17. Landtags für den Wahlkreis Nummer 38 Neckar-Odenwald abzugeben.

Bei der Landtagswahl besteht also die Gelegenheit, für alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger, sich in insgesamt 70 Wahlkreisen aktiv am politischen Willensbildungsprozess zu beteiligen und darüber zu entscheiden, welche Parteien im neuen Landtag vertreten sind, wie viele Parlamentssitze sie erhalten und welche Abgeordneten in den Landtag einziehen.

Nachdem die Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen in der Zeit von 1992 bis 2006 kontinuierlich abgenommen hat, konnte bei den Wahlen 2011 und 2016 erfreulicherweise wieder ein Anstieg der Wahlbeteiligung verzeichnet werden. Der Negativrekord lag 2006 bei einer Wahlbeteiligung von lediglich 53,4 Prozent. Bei der letzten Wahl im Jahr 2016 konnte eine hohe Beteiligung von rund 70,4 Prozent erreicht werden. Um diesen Trend auch bei der anstehenden Wahl fortzusetzen, appelliert Kreiswahlleiter Landrat Dr. Achim Brötel an alle Wahlberechtigten, ihr Wahlrecht trotz der Corona-bedingten Sondersituation in Anspruch zu nehmen: „Die Möglichkeit, frei und unabhängig wählen zu können, ist ein hohes Gut, um das in vielen Ländern erbittert gestritten und gekämpft wird. Nutzen Sie dieses demokratische Grundrecht.“

In den Wahllokalen wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen umgesetzt, um den Infektionsschutz sicherzustellen. Wer das Wahllokal am Wahltag nicht aufsuchen möchte, besitzt die Möglichkeit per Briefwahl zu wählen. Die Unterlagen hierzu können bis spätestens 12. März bei der zuständigen Wahldienststelle im Rathaus beantragt werden. Bei einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung oder wer wegen einer Absonderungsanordnung nach dem Infektionsschutzgesetz (Quarantäne) den Wahlraum nicht aufsuchen kann, besitzt sogar die Möglichkeit eine Briefwahl ausnahmsweise noch am Wahltag bis 15 Uhr anzufordern. Die ausgefüllten Wahlbriefe sollten so schnell wie möglich wieder zurückgeschickt oder zurückgegeben werden, weil nur die Stimmzettel berücksichtigt werden, die am Wahltag bis 18 Uhr bei der zuständigen Wahldienststelle eingegangen sind.

Die Wahl an sich ist einfach. Elf Vorschläge stehen für den Wahlkreis Neckar-Odenwald auf dem Stimmzettel. Jeder Wähler kann eine Stimme an seine Wunschkandidatin oder seinen Wunschkandidaten vergeben. Nominiert wurden von den Parteien im Wahlkreis Amelie Pfeiffer (GRÜNE), Peter Hauk (CDU), Johann Martel (AfD), Dr. Dorothee Schlegel (SPD), Pascal Schejnoha (FDP), Bernd Zieger (DIE LINKE), Joachim Förster (ÖDP), Stephan Frauenkron (FREIE WÄHLER), Günter Schmitt-Haber (KlimalisteBW), Ralf Schumacher (W2020) und Prof. Dr. Dietrich Emmert (Volt). Direkt gewählt ist die Kandidatin oder der Kandidat mit den meisten Stimmen im Wahlkreis.

Auf diese Art werden in den 70 Wahlkreisen 70 Bewerberinnen und Bewerber direkt gewählt. Da sich der Landtag aber aus mindestens 120 Abgeordneten zusammensetzt, sind 50 weitere Sitze im sogenannten „Verhältnisausgleich“ zu besetzen. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate kann sich die Zahl der Abgeordneten auch über 120 hinaus erhöhen.

Wie auch schon bei den letzten Parlamentswahlen wird es bei der direkten Stimmabgabe im Wahllokal keinen Wahlumschlag mehr geben. Der Stimmzettel muss so gefaltet in die Wahlurne geworfen werden, dass die Stimmabgabe nicht erkennbar ist.

Blinde und sehbehinderte Wahlberechtigte können eine kostenlose Stimmzettelschablone bei den Blinden- und Sehbehindertenvereinen bestellen. Mit diesem Hilfsmittel ist es auch ihnen möglich, geheim und ohne Unterstützung zu wählen.

Wie in der Vergangenheit auch wird nach den Wahlen eine repräsentative Wahlstatistik über die Geschlechts- und Altersgliederung der Wahlberechtigen in ausgewählten Wahlbezirken erstellt. Bei dieser Landtagswahl sind im Wahlkreis Neckar-Odenwald folgende Urnenwahlbezirke betroffen: Buchen/Wahlbezirk Hainstadt (Mehrzweckhalle), Höpfingen/Wahlbezirk Höpfingen, Seckach/Wahlbezirk Großeicholzheim, Walldürn/Wahlbezirk Rippberg, Schefflenz/Wahlbezirk Unterschefflenz und der Gesamturnenwahlbezirk Elztal. Für diese Sonderauszählungen finden sich auf den Stimmzetteln, die den Wählerinnen und Wählern in den betroffenen Wahlbezirken ausgegeben werden, Aufdrucke nach Geschlecht und sechs Altersgruppen. Das Wahlgeheimnis wird dabei auf jeden Fall gewährleistet.

Außerdem führen die Forschungsgruppe Wahlen e. V. und Infratest dimap für Zwecke der Wahlforschung in verschiedenen Wahlbezirken Wählerbefragungen durch. Die Befragung zur Wahl wird durchgeführt, nachdem die Wählerinnen und Wähler das Wahllokal verlassen haben. Sie ist freiwillig und anonym.

Das Ergebnis des gesamten Wahlkreises wird noch am Abend des 14. März beim Landratsamt in Mosbach ermittelt. Interessierte Bürger können sich direkt über die Homepage des Neckar-Odenwald-Kreises unter www.neckar-odenwald-kreis.de über den Ausgang der Wahl informieren oder die Informationsstelle im Landratsamt unter Beachtung der geltenden strengen Corona-Regelungen im Verwaltungsgebäude 2, Renzstraße 7, Zimmer 110, aufsuchen. Das endgültige Wahlergebnis stellt der Kreiswahlausschuss am 18. März um 15.00 Uhr in einer öffentlichen Sitzung, ebenfalls unter strenger Berücksichtigung der Corona-Auflagen, im Landratsamt fest.

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