Aus Inputt wird inklusiver Kindergarten

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Mosbach. (pm) Eine familienfreundliche und flächendeckende Ausgestaltung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz ist Maxime der Stadt Mosbach. Der Platzbedarf und die städtische Förderung der freien Träger sind in der kommunalen Kindergartenbedarfsplanung festgeschrieben.

Aufgrund erfreulicherweise steigender Kinderzahlen ist kurz- bis mittelfristig ein weiterer Ausbau des Platzangebots zwingend notwendig. Die Stadt verfolgt hierzu verschiedene Konzepte im Bestand, aber auch im Neubau. Eine zusätzliche bauliche Lösung hat sich nun auf dem Areal der ehemaligen Abenteuergolfanlage im Elzpark gefunden.

Rund 800 Betreuungsplätze gibt es aktuell in insgesamt 19 Einrichtungen, darunter neun katholische und sechs evangelische, ein kommunaler und ein privater Kindergarten sowie zwei als Verein geführte Kleinkindbetreuungseinrichtungen. Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder wahlweise in konfessionellen, freien, kommunalen Kindergärten bzw. solchen mit besonderem pädagogischen Ansatz unterzubringen.

Die freien Träger werden von der Stadt bei den Betriebsausgaben und bei notwendigen Investitionsmaßnahmen gefördert und bezuschusst. Doch die vorhandenen Plätze sind angesichts steigender Geburtenzahlen begehrt und reichen mittelfristig nicht zur Bedarfsdeckung. Mit verschiedenen Maßnahmen, wie der Erweiterung in bestehenden Kindergärten, aber auch mit Neubaumaßnahmen will die Stadt den Bedarf in den kommenden Jahren sicherstellen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Abenteuergolfanlage Inputt, die nach der Corona-Pandemie nicht mehr öffnet (NZ berichtete), besteht die Möglichkeit, die vorhandenen Räumlichkeiten baulich so zu ertüchtigen, das dort in einem angemessenen Zeitrahmen eine dreigruppige Kindertageseinrichtung realisiert werden kann. Für das Vorhaben haben sich die Stadt Mosbach als Grundstückseigentümer und die Johannes-Diakonie als Hauptgesellschafter des Inputt partnerschaftlich zusammengesetzt und ihre Planungen abgestimmt.

Auf dem Plan steht ein Umbau mit Anbau an das bestehende Bewirtschaftungsgebäude des Inputt. Die Freianlagen auf dem 1 ha großen Gelände können zu Außenspielbereichen für die Kinder umgewandelt werden.

Die für die neue Nutzung notwendige Bebauungsplanänderung wird nach erfolgter Vorberatung im Technischen Ausschuss am 17. März im Gemeinderat behandelt, mit dem Ziel, einen Aufstellungsbeschluss zu fassen.

Während die Stadt das Planungsrecht schafft und für die Bezuschussung des Baus und der Betriebskosten verantwortlich zeichnet, soll die künftige Trägerschaft des Kindergartens bei der Johannes-Diakonie liegen, die zugleich Bauherrin ist.

Der Kindergarten soll ein inklusives und altersgemischtes Angebot ab zwei Jahren umfassen. Für die angepeilten 42 Plätze im ü3- und elf Plätze im u3-Bereich soll es in drei Gruppen verlängerte Öffnungszeiten und eine Ganztagsbetreuung geben, um die Vereinbarkeit Familie und Beruf zu stützen.

Neben der Befriedigung des Platzbedarfs für die Kinder aus Mosbach ergeben sich auch Synergieeffekte für die geplante Wohnbebauung des sogenannten Hungerbergs auf dem Gelände der Johannes-Diakonie und die dann dort zu erwartende Ansiedlung von Familien mit Kindern. Deshalb ist die Erweiterung auf eine weitere Gruppe in den Planungen bereits berücksichtigt.

Die Stadt Mosbach begrüßt die Möglichkeit der verhältnismäßig schnellen Schaffung weiterer Betreuungsplätze und freut sich, mit der Johannes-Diakonie einen weiteren und verlässlichen Partner als weitere Säule für die Bildung und Betreuung von Kindern im Vorschulalter gefunden zu haben.

Der ambitionierte Zeitplan sieht vor, dass der neue Kindergarten bereits zum Start des Kindergartenjahres 2022/23 seine Pforten öffnen kann.

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