“Ja, die Grünen sind Heuchler!“

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(Foto: pm)

Unter dem Titel „Starkes Stück von Minister Hauk“ veröffentlichen wir einen Leserbrief der Landtagskandidatin Amelie Pfeiffer (Bündnis 90/Grüne), in dem sie persönliche Angriffe von Minister Peter Hauk kritisierte.

Dazu hat Peter Hauk (CDU) folgende Stellungnahme abgegeben:

Amelie Pfeiffer beklagt sich darüber , dass ich die Grünen in einer virtuellen Veranstaltung als Heuchler bezeichnet habe. Ja, das habe ich. Ist es nicht Heuchelei, Tierwohlanforderungen sofort, Pflanzenschutzauflagen sofort, Insektenpakete sofort umsetzen zu wollen und den Bauern nicht die notwendige Zeit zu geben, sich umzustellen. So vernichtet man einheimische Betriebe und importiert dann die Produkte. Die Eier lassen grüßen.

Wir hatte früher eine Vollversorgung, jetzt kaufen wir 60 Prozent der Eier aus dem Ausland. Die Tiere sind dort nicht in Gruppen-, Boden- oder Freilandhaltung! Aber wir und Grüne haben ein gutes Gewissen, weil in Deutschland ja alles geregelt ist, nur die Hühner sind heute überwiegend in anderen Ländern in unzumutbaren Bedingungen.

So ergeht es gerade auch den Muttersauenhaltern. Zu kurze Übergangsfristen, zu hohe Investitionen, dazu noch zu hohe Immissionsschutzhürden. Wir waren mal Vollversorger, heute schon wird jedes dritte Ferkel aus Dänemark zu uns gekarrt. Bald jedes zweite. Und den Muttersauen geht’s dort besser? Ist das nicht politisch-grüne Heuchelei?

gez.
Peter Hauk

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2 Kommentare

  1. Sagt der Minister, der Tierquälerei in Schlachthöfen verantwortet, dem wir es zu verdanken haben, dass der badische Odenwald von Christbaum-Plantagen überzogen wird usw.

  2. Auf das ewige Mantra der CDU-Landwirtschaftsminister im Einklang mit dem Bauernverband (und dem Vorsitzenden des Agrar-Ausschusses A. Gerig?!?) vom Wachsen und Produzieren für den Weltmarkt kommt die banale Erkenntnis: Dafür gibt es ja nur Weltmarktpreise?!? Dazu passt das Gerede von der „bäuerlichen“ Landwirtschaft einfach nicht. Selbstbetrug und verzerrte Wahrnehmung in samtweichem Wohlfühlsprech- altbekannte Krankheitsbilder der CDU. Dabei haben Tierwohl, Artenvielfalt, Bauern- und Konsumentenwohl wenig Chancen. Immerhin hat kürzlich eine Kommission unter dem ehem. Landwirtschaftsminister Borchert genau das herausgefunden: So (wie die seit Jahrzehnten von CDU geführten Ministern und Akteuren gestaltete Landwirtschaftspolitik) geht es nicht weiter. Von wegen heile Welt im Odenwald. Merkt die CDU eigentlich auch mal, dass sich die Welt um sie herum verändert? Aber selbst unter den aktuellen Bedingungen machen Landwirte die Erfahrung, dass weniger, aber besser produziertes Fleisch mehr Rendite bringt. So hat es der Deutschlandfunk neulich berichtet. Hört man den in Adelsheim und Höpfingen?

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