„Freiheit nicht leichtfertig verspielen“

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Gemeinsamer Appell von „Mosbach Aktiv“ und „Aktivgemeinschaft Buchen“, des Landratsamts und der Städte Mosbach und Buchen

Mosbach/Buchen. (pm)„Wir dürfen die zurückgewonnene Freiheit nicht leichtfertig verspielen“. Mit diesen Worten appellieren Holger Schwing (Mosbach Aktiv) und Marko Eichhorn (Aktivgemeinschaft Buchen) stellvertretend für alle Einzelhändler im Neckar-Odenwald-Kreis gemeinsam mit Landrat Dr. Achim Brötel, Oberbürgermeister Michael Jann und Bürgermeister Roland Burger an die Menschen im gesamten Kreisgebiet, in den kommenden Tagen und Wochen weiter besonders achtsam zu bleiben. Dass die Geschäfte seit dem 8. März bei uns anders als in weiten Teilen von Baden-Württemberg wieder ohne Terminvereinbarung geöffnet haben dürfen, sei nicht nur ein kleiner Schritt zu mehr Normalität, sondern für den Einzelhandel schlicht eine Überlebensfrage. „Wenn wir irgendetwas ganz bestimmt nicht brauchen können, dann wäre es ein Rückfall in erneute Schließungsszenarien“, so Schwing und Eichhorn übereinstimmend. „Wir dürfen deshalb jetzt nicht übermütig werden“. Freiheit heiße unter Pandemiebedingungen eben nicht, tun und lassen zu dürfen, was man will. Gerade jetzt sei vielmehr besonders verantwortungsbewusstes Handeln gefragt.

Das sehen auch Landrat Dr. Achim Brötel, Oberbürgermeister Michael Jann und Bürgermeister Roland Burger so, die darauf hinweisen, dass der Neckar-Odenwald-Kreis kurz vor Weihnachten noch eine Inzidenz von fast 400 hatte und damit landesweit in der traurigen Spitzengruppe lag. Momentan sei man erfreulicherweise aber wieder stabil unter 50 und habe gerade umgekehrt sogar einen der niedrigsten Werte in ganz Baden-Württemberg. Das sei eine beachtliche Entwicklung. Wie schnell sich das wieder ändern könne, zeigten jedoch Beispiele aus anderen Landkreisen. „Das Virus fragt uns nicht, was wir wollen, und es schlägt vor allem auch erbarmungslos zu“. Zumindest ein Stück weit hätten wir es aber doch selbst in der Hand, die Entwicklung zu beeinflussen, so Brötel, Jann und Burger.

Die beiden Vertreter des Einzelhandels in den Mittelzentren Mosbach und Buchen appellieren in diesem Zusammenhang nochmals an die Landes- und Bundespolitik, die Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht weiter allein zu Lasten des innerstädtischen Einzelhandels ausfallen zu lassen. Der aktuell bekannt gewordene Stufenplan „ControlCovid“ des dem Gesundheitsministerium unterstellten Robert-Koch-Instituts (RKI) gehe davon aus, dass eine gefahrlose Öffnung des Einzelhandels unter Anwendung der coronabedingt nötigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sofort möglich ist. „Die jetzt vom RKI veröffentlichte Einschätzung bestätigt dem Einzelhandel ein niedriges Infektionsrisiko sowie grundsätzlich einen niedrigen Anteil am Infektionsgeschehen“, so die beiden Vorsitzenden. „Unsere Kunden können also ohne Ängste zu uns kommen. Solange wir die Läden geöffnet halten dürfen, sind wir selbstverständlich auch mit voller Motivation für unsere Kunden da“. Dies gelte auch bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100.

Dabei werde ein klarer Vorteil des ländlichen Raums deutlich. Die Innenstädte und Geschäfte seien hier nämlich nicht überfüllt oder es könnte zumindest situationsbezogen kurzfristig verantwortungsbewusst reagiert werden. Die Politik nehme sich leider aber immer die überfüllten Innenstädte in den Ballungszentren zum Vorbild. Der Handel im ländlichen Raum müsse darunter regelmäßig leiden.

„Wir wollen endlich Stück für Stück in unser normales Leben zurückkehren, damit unsere Innenstädte im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis auch morgen und übermorgen noch lebendige und attraktive Einkaufszentren für die Menschen bleiben “, heißt es deshalb abschließend in der gemeinsamen Erklärung von Mosbach Aktiv, der Aktivgemeinschaft Buchen, des Landratsamtes, sowie der Städte Mosbach und Buchen. „Helfen Sie durch Ihr persönliches Verhalten bitte alle mit, dass dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung geht!“.

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