Sieben-Tage-Inzidenz bei 178,3

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Die Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis steigt am Wochenende auf 178,3. Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 21. März, 16.00 Uhr)

88 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt – Größeres Ausbruchsgeschehen in Wohnheim – Seniorenzentrum unter Quarantäne

Main-Tauber-Kreis. (pm) Im Main-Tauber-Kreis wurden am Wochenende insgesamt 88 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 68 am Samstag, 20. März, und 20 am Sonntag, 21. März.

Die betroffenen Personen leben im Gebiet von zwölf der 18 Städte und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 74 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 84 Personen befinden sich in häuslicher Isolation, vier Personen werden stationär behandelt.

Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3.670.

Dringender Appell an die Bevölkerung** „Die sich Ende der Woche abzeichnende ungünstige Prognose für die Infektionslage im Main-Tauber-Kreis hat sich leider bestätigt“, stellt Christoph Schauder, Leiter des Corona-Arbeitsstabs im Landratsamt fest.

„Das Geschehen ist äußerst dynamisch, was sich im steigenden Wert der Sieben-Tage-Inzidenz deutlich niederschlägt.“ Einmal mehr appelliert er deshalb eindringlich an die Bevölkerung, Kontakte auf ein absolutes Minimum zu beschränken und die AHA-Regeln konsequent einzuhalten.

„Wir stehen nicht vor, sondern befinden uns mitten in der dritten Welle“, so der Erste Landesbeamte. „Jeder sollte durch verantwortungsvolles Verhalten dazu beitragen, das Infektionsgeschehen in unserem Landkreis im Zaum zu halten.“

Größeres Ausbruchsgeschehen im Caritashaus St. Elisabeth** 34 der am Wochenende neu gemeldeten Infektionsfälle betreffen das Ausbruchsgeschehen im Wohnheim Caritashaus St. Elisabeth in Grünsfeld.

Die Einrichtung für Menschen mit Behinderung war am Donnerstag, 18. März, bereits vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Die inzwischen durchgeführte Flächentestung ergab, dass mittlerweile 30 Bewohnerinnen und Bewohner sowie sieben Mitarbeitende von einer Infektion betroffen sind.

Seniorenheim und Kindergärten unter Quarantäne gestellt

Wegen mehrerer Infektionsfälle im Bewohner- und Mitarbeitenden-Bereich wurde das Seniorenzentrum St. Barbara in Grünsfeld unter Quarantäne gestellt. Ebenfalls in Quarantäne verfügt wurde der evangelische Kindergarten Auenland in Bad Mergentheim. Dort wurden mehrere Kinder positiv getestet.

Wegen eines Infektionsfalls im Umfeld des Mitarbeitenden-Bereichs vorsorglich unter Quarantäne gestellt wurde der evangelische Kindergarten Elpersheim. Nach der Wohngemeinschaft Oberes Tor in Lauda wurde nun auch die Außenwohngruppe Oberes Tor in Quarantäne verfügt.

Die Ergebnisse der flächendeckenden Testungen betreuter Menschen und des Personals mehrerer Einrichtungen im Main-Tauber-Kreis liegen indessen noch nicht vollständig vor. Hier handelt es sich um die vorsorglich geschlossenen Werkstätten Alois Eckert in Gerlachsheim, sowie um die in Quarantäne verfügten Einrichtungen Caritashaus St. Gertrud in Lauda, Wohngemeinschaft im Caritashaus St. Lioba in Tauberbischofsheim und die Wohngemeinschaft Oberes Tor in Lauda.

Das Gesundheitsamt bittet alle betroffenen Angehörigen um Geduld und darum, von telefonischen Anfragen abzusehen. Erforderliche Mitteilungen werden strukturiert abgearbeitet und so rasch wie möglich zugestellt.

45 weitere Personen genesen** Inzwischen sind 45 weitere und damit insgesamt 3292 Personen wieder genesen. Damit sind derzeit 301 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen.

Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2 (+1), Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 49 (+15), Boxberg: 23 (+6), Creglingen: 19, Freudenberg: 7, Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 36 (+33), Igersheim: 35 (+1), Königheim: 4 (+2), Külsheim: 10 (+1), Lauda-Königshofen: 24 (+9), Niederstetten: 11 (+3), Tauberbischofsheim: 11 (+5), Weikersheim: 30 (+5), Werbach: 0, Wertheim: 39 (+7) und Wittighausen: 0.

16 weitere Fälle von Virus-Mutation nachgewiesen

Bei 16 weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich um die britische Variante (B.1.1.7). Damit wurde nunmehr bei insgesamt 123 Fällen im Landkreis eine Virusmutation festgestellt.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 178,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Sonntag, 21. März, gemäß der Berechnung des Gesundheitsamtes Main-Tauber-Kreis bei 178,3. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (15. bis 21. März) je 100.000 Einwohner. Rechtlich maßgeblich ist allein der Wert, den das Landesgesundheitsamt (LGA) in seinem täglichen Lagebericht unter www.gesundheitsamt-bw.de veröffentlicht.

Schließung des Einzelhandels und strengere Kontaktbeschränkungen

Das Landratsamt weist nochmals darauf hin, dass ab Montag, 22. März, im gesamten Main-Tauber-Kreis die so genannte Notbremse in Kraft tritt, weil der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz seit Mittwoch, 17. März, seit drei Tagen in Folge bzw. seitdem kontinuierlich über 100 liegt.

Dies bedeutet insbesondere, dass bei den Kontaktbeschränkungen wieder die strengere Regelung gilt, die zuvor bis zum 7. März in Kraft war: Ansammlungen, private Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind nur noch gestattet, wenn diese aus den Angehörigen eines Haushaltes und höchstens einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt bestehen. Kinder bis einschließlich 14 Jahren aus den beiden Haushalten zählen dabei nicht mit. Vom 8. bis zum 21. März hatte gegolten, dass sich zwei vollständige Haushalte mit insgesamt maximal fünf erwachsenen Personen sowie den zugehörigen Kindern bis einschließlich 14 Jahren treffen durften. Dies ist nun ausdrücklich nicht mehr erlaubt. Bei Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen drohen empfindliche Bußgelder.

Der Einzelhandel muss erneut schließen und darf Kunden nicht mehr nach vorheriger Terminvereinbarung in den Räumlichkeiten bedienen („Click and Meet“). Gestattet bleiben Abhol- und Lieferdienste. Geöffnet bleiben dürfen nur Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs, also beispielsweise Supermärkte, Metzgereien und Bäckereien, Drogerien und Apotheken sowie Tankstellen.

Zu den Geschäften des täglichen Bedarfs, die weiter geöffnet bleiben, zählen nun auch Buchhandlungen. Zudem dürfen Gärtnereien, Blumenläden, Baumschulen, Garten-, Bau- und Raiffeisenmärkte aufgrund neuer Regelungen des Landes geöffnet bleiben und ihr vollständiges Sortiment anbieten.

Ebenso geschlossen werden Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen. Geöffnet bleiben Friseursalons, die jedoch keine Rasur und kein Bartschneiden anbieten dürfen.

Weiterhin geöffnet bleiben auch Betriebe, die medizinisch notwendige Behandlungen erbringen. Hierzu zählen insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und medizinische Fußpflege.

Der Betrieb von Museen, Galerien, Tierparks sowie Gedenkstätten für den Publikumsverkehr ist wieder untersagt, ebenso die Nutzung von Sportanlagen für den Amateur- und Freizeitindividualsport. Lediglich weitläufige Außensportanlagen dürfen genutzt werden, allerdings auch nur von den Angehörigen eines Haushalts plus maximal einer weiteren Person.

Die Maßnahmen der „Notbremse“ gelten so lange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis an fünf Tagen in Folge unter dem Wert von 100 liegt.

Unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus stehen im Abschnitt „Richtlinien und Verordnungen des Landes und des Bundes“ eine Übersicht mit den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in Baden-Württemberg sowie eine Übersicht der geschlossenen oder geöffneten Einrichtungen und Aktivitäten jeweils als PDF-Dateien zum Abruf zur Verfügung.

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