„Der Anfang der Ehe war hart“

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(Foto: Liane Merkle)

Gefeiert wird im Schichtbetrieb

Großeicholzheim.  (lm)  Bruno Eberle war gerade mal 18 Jahre alt als er bereits den Lkw-Führerschein in der Tasche hatte und im elterlichen Transportbetrieb als unverzichtbarer Mitarbeiter galt, auf den Verlass war und den man bedenkenlos auch bis nach Spanien schicken konnte.

Doch er war auch schon stolzer Besitzer eines Mopeds – und mit diesem regelmäßiger Gast in seinem Schefflenzer Freundeskreis. Dort lernte er 1958 die 16-jährige Roswitha Lammarsch kennen. Die Liebe siegte über die verschiedenen Konfessionen der beiden und fünf Tage nach seinem 21. Geburtstag ließen sich die beiden am 08. April 1961 auf dem Engelsberg trauen.

Der Anfang ihrer Ehe war hart, erinnert sich das Jubelpaar, denn die beiden hatten nur ein Zimmer im Hause Eberle, Roswitha musste sich in den Haushalt der Schwiegermutter einfügen – auch noch als der erste Sohn schon geboren war. Erst mit dem zweiten Sohn bekam die kleine Familie eine ganze Wohnung im Hause Eberle zugestanden.

Bruno ging weiter auf große und ganz große Fahrten – über 40 Jahre lang – und Roswitha kümmerte sich um ihre Kinder sowie den Doppel-Haushalt Eberle, damit die Schwiegermutter im Betrieb mitwirken konnte. 1974 endlich konnte die Familie in Eigenheim gleich nebenan umziehen, wo das Paar auch heute noch lebt.

Die junge Frau ging auf in der Familie, was bei vier Söhnen ein absoluter Vollzeit-Job war, ihr Mann war beruflich viel unterwegs und freute sich auf die kostbaren Familienwochenenden, aber auch auf viel Orientierungs-Ralleys, an denen er zusammen mit einem Freund in der näheren und weiteren Umgebung beteiligte, wo die beiden etwa 40 Pokale absahnten.

„Viel Urlaub hatten wir in diesen 60 Jahren nicht, aber die wenigen Male war super und wir waren begeistert von einigen deutschen Regionen ebenso wie von Spanien, Teneriffa und Moskau“.

Im letzten Jahr feierte Bruno Eberle seinen 80. Geburtstag und natürlich hat er die LKW-Schlüssel inzwischen an den Nagel gehängt, aber er ist stolz, dass der älteste Sohn die Firma Eberle Transporte in Großeicholzheim weiterführt.

Inzwischen gilt die größte Leidenschaft des Jubelpaars ihrem Wintergarten, in dem sie mit großer Passion exotische Blumen und Früchte heranziehen. Die derzeitigen Einschränkungen machen ihnen jedoch zu schaffen, denn dadurch sehen sie nur ganz selten die vier Söhne, die zehn Enkel und drei Urenkel, die ihnen ein und alles sind.

Zwar haben die beiden ihren Impftermin bereits hinter sich, doch das Fest zur Diamantenen Hochzeit können sie heute nur in kleinsten Kreisen und im „Schichtbetrieb“ feiern. Diese Feiern sind mit sehr viel Optimismus verbunden, denn so 20 Jahre lang würde es das Jubelpaar schon noch miteinander aushalten.

Zu ihrer positiven Lebenseinstellung und zur Diamantenen Hochzeit wünscht NOKZEIT dem Jubelpaar alles erdenklich Gute.

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