Bitcoin-Kurs fällt nach Tweet von Musk

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(Symbolbild – Executium/unsplash)

Wie volatil ist der Kryptomarkt?

In der Krypto Branche ist die Volatilität nichts Neues. Zwar sind die steigenden und fallenden Preise für die Vermögenserhaltung nicht gerade optimal, aber sie gibt den Händlern die Möglichkeit, gute Gewinne zu erzielen. Plus500 ist zum Beispiel der größte CFD Broker weltweit, die Plus500 Erfahrungen zeigen, was diese Handelsplattform alles bietet.

Insgesamt ist es sehr interessant, die Volatilität zu analysieren. Letztlich bietet das dann die Möglichkeit, zu ermitteln, was eigentlich den Markt beeinflusst. Gerade im letzten Monat war die Volatilität besonders stark.

Elon Musk beeinflusst den Bitcoin Kurs

In den letzten Tagen deutete Elon Musk mit einem erneuten Tweet an, seine Bitcoins verkaufen zu wollen. Schon kurze Zeit später erklärte er dann, dass er vorläufig nicht verkaufen will.

Ein Twitter Nutzer hatte sich ungefähr in der Form dazu geäußert, dass falls Bitcoin-Investoren herausfinden würden, dass Tesla sein Bitcoin Anteile verkauft hättet, sie sich sicher ärgern würden. Der Nutzer fügte noch hinzu, dass auf Grund des Hasses, der Elon Musk entgegengebracht würde, es kaum verwunderlich sei, wenn dieser seine Anteile verkaufen würde. Darauf reagierte Musk dann in seinem Post mit den Worten, „in der der Tat (Indeed)“.

„Indeed“ reichte in diesem Fall vollkommen aus, um eine erneute Talfahrt des Bitcoin-Kurses zu verursachen. Schon fiel der Dollar-Wert der größten und ältesten Kryptowährung um mehrere Tausend Dollar und erreichte so den tiefsten Stand seit fast drei Monaten. Für den Bitcoin Kurs bedeutet das einen Einbruch von mehr als 10 Prozent.

Erst im Anschluss erklärte der Tesla Chef dann, dass es bisher noch zu keinem Verkauf gekommen sei. In der Folge holte der Bitcoin-Kurs die gerade gemachte Verluste wieder auf.

Schon zuvor hatte Musk mit einem Tweet für viel Aufregung gesorgt, in dem er angekündigte hatte, dass Tesla Bitcoins als Zahlungsmittel nicht mehr akzeptieren werde. In der Folge kam es zu einem kompletten Einbruch am Cyber-Devisenmarkt.

Diese Entscheidung beruhte auf der Tatsache, dass sowohl die Herstellung von Bitcoin als auch die Transaktionen mit Bitcoin einen exorbitanten Verbrauch an fossilen Brennstoffen verursachen würde. Insbesondere die Tatsache, dass hier extrem viel Kohleenergie verbraucht würde, fand Musk besonders bedenklich. Gleichzeitig ließ der Tesla Chef aber offen, warum ihm nie zuvor diese Bedenken gekommen sind, oder was ihn nun zum Umdenken veranlasst hat.

Musk versicherte allerdings gleichzeitig, dass die Krypotbestände weiterhin Teil der Tesla Bilanz sein werden. Anfang des Jahres hatte Tesla satte 1,5 Milliarden Dollar in den Bitcoin investiert und nach nur kurzer Zeit bereits 10 % wieder verkauft. Wie Musk mitteilte, habe er damit den Beweis antreten wollen, dass Bitcoin ein liquides Asset sei.

Hier sollte aber auch nicht übersehen werden, dass dieser Verkauf Tesla zu guten Quartalszahlen verhalf. Immerhin hatte der Bitcoin Kurs seit dem Kauf deutlich an Wert dazu gewonnen.

So reagieren die Analysten

Der Rat der Analysten und Experten bezüglich der Kryptowährungen sieht so aus, dass man sich als Anleger keinesfalls von diesen Kursschwankungen beeindrucken lassen sollte. Der Analyst der DZ Bank, Sören Hettler, erklärte hierzu, dass Schwankungen wie in den letzten Tage beim Bitcoin keineswegs unüblich seien.

Weiter erklärte er, dass der Kryptomarkt verglichen mit den Aktienmärkten deutlich volatiler sei. Gleichzeitig erwartet der Experte aber nicht, dass der Stimmungswandel von Musk dazu in der Lage ist, die Kryptowährung existenziell zu schwächen. Dazu sagte er wörtlich: „Solange genug Menschen an den Bitcoin als digitales Gold glauben, wird er auch weiterhin als Geldanlage dienen.“

Als Grund hierfür sieht Hettler den derzeitigen Anlagenotstand und vertritt die Auffassung, dass aktuell einfach viel Geld da sei, das irgendwo hin müsse. Die Kombination aus Ängsten und Sorgen der Anleger kommt den Kryptowährungen zugute, da zum einen die Inflationssorgen zunehmen und zum andern gibt es ohnehin schon reichlich Zweifel an dem traditionellen Finanzsystem. Aus diesem Grund hegt Hettler keinen Zweifel daran, dass trotz der Musk Tweets, die Anhänger der Kryptowährung auch bei ihren Investitionen bleiben werden.

Elisa Spiess ist eine weitere Expertin in Sachen Krytomarkt. Sie ist die Gründerin des Unternehmens Femme Capital, welches Kryptoworkshops für Frauen anbietet. Auch sie bestätigt die Einschätzung von Hettler. Sie verzeichnet eine erhöhte Kauflust ihrer Kundinnen. Grund dafür sei der Kursverlust der letzten Tage.

Die neuesten Schwankungen würden zeigen, dass viele Menschen nur in Krypto investierten, weil sie Angst hätten, etwas zu verpassen. Sinke der Kurs dann um ein paar Prozent, bekämen sie kalte Füße und verkauften. Auch diese Expertin rät dazu, auf jeden Fall Ruhe zu bewahren.

Andere Analysten wie zum Beispiel Timo Emden raten wiederum zur Vorsicht. Aus seiner Sicht ist es durchaus denkbar, dass die Kurse noch tiefer fallen könnten. Es sei nun allen Anlegern angeraten, auf jeden Fall die Abwärtsrisiken zu beachten. Aus seiner Sicht ist es durchaus denkbar, dass der große Krypto Hype vom Anfang des Jahres nun auch durchaus sein Ende finden könnte.

Ihm zeigt vor allem ein Blick auf die sozialen Netzwerke, dass die Anzahl derer, die extrem sauer auf Elon Musk sind, deutlich anwachse, da nach seiner Meinung Musk mit den Anlegern ein Katz und Maus spiele. Das Ergebnis ist eine große Ernüchterung. Außerdem kommt noch erschwerend hinzu, dass Musk laut Emden „nicht mit offenen Karten spielt, sondern lediglich einen Nährboden für Spekulationen gibt“. Zusammen mit der hohen Volatilität im Markt sorgt das sowohl für Abschreckung als auch für viel Verunsicherung.

Musk hat ein neues Ziel

Dieses Mal ist es die Spaßwährung Dogecoin, der Musk nun seine volle Aufmerksamkeit widmet. Auch hier hat er mit seinen Tweets den Markt förmlich angeheizt. Der neueste Tweed lautet dann, dass er nun künftig mit dem Dogecoin-Entwickler zusammenarbeiten werden. Ziel ist es, hier die digitale Währung energieeffizienter zu machen.

Der Branchendienst „Decrypt“ berichtete diesbezüglich aber, dass Musk dies bereits seit 2019 tut. Laut dem Branchendienst handelt es sich hier zwar um die Entwickler, allerdings nicht um die Gründer der Währung. Diese Entwickler haben das Projekt wohl nur übernommen.

Hier soll der Tesla Chef wohl mit Kontakten und Ratschlägen weitergeholfen haben. Hinzu kommt noch, dass er darüber hinaus das Angebot gemacht hatte, die Weiterentwicklung zu finanzieren, was aber von den Programmierern abgelehnt wurde.

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