Kanäle müssen größer werden

 Die Ortsdurchfahrt von Großeicholzheim. (Foto: Liane Merkle)
Seckach.  (lm) In der Bannholzstraße im Ortsteil Großeicholzheim mit ihrem Einzugsgebiet „Kirchgrund“ ist die allgemeine Kanalisation zu klein dimensioniert. Fest- und vorgestellt hatte dies das von der Gemeinde beauftragte Ingenieurbüro Sack & Partner aus Adelsheim bereits im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im April 2019. Ein so genannter „Allgemeiner Kanalisationsplan“ für Großeicholzheim zeigte dabei auf, dass in bestimmten Bereichen der Ortschaft die Kanäle zu klein gestaltet wurden und aufgrund der allgemeinen Entwicklung nicht mehr den Anforderungen gerecht werden.

Wie auch in der neuerlichen Gemeinderatssitzung deutlich wurde, zählt zu den aufgezeigten Bereichen auch die Bannholzstraße mit ihrem Einzugsgebiet „Kirchgrund“.

Bürgermeister Thomas Ludwig in Anlehnung an einen Vorschlag der Gemeindeverwaltung: „Da die Bahnhofstraße in die Schefflenzer Straße einmündet, deren Ausbau in diesem Jahr beginnt, sollte das o.a. Ingenieurbüro mit einer Überplanung der Mischwasserkanalisation in der Bannholzstraße und deren Einzugsgebiet beauftragt werden“.

Somit sei gewährleistet, dass der Bereich, in dem die Bahnhofstraße in die Schefflenzer Straße einmündet, geprüft und eventuell notwendige Maßnahmen im Zuge der Kanalsanierung/Erneuerung in der Ortsdurchfahrt gleich mit erledigt werden kann. Somit müsste die dann sanierte Schefflenzer Straße in absehbarer Zeit nicht mehr geöffnet werden.

Bauamtsleiter Roland Bangert erläuterte, dass der derzeitige Durchmesser der Mischwasserkanalleitung 25 cm beträgt und einer Vergrößerung auf 40 cm Durchmesser entgegensieht. Der Gemeinderat beauftragte nun in seiner jüngsten Sitzung in der Seckachtalhalle das Ing.-Büro Sack & Partner aus Adelsheim mit der Erstellung einer Entwässerungsplanung für die Bannholzstraße mitsamt ihrem Einzugsgebiet „Kirchgrund“. Für die gesamte Maßnahme geht man von einer Förderung 484.900 Euro aus der Wasserwirtschaft aus.

Ohne Hoffnung auf eine Förderung der Wasserversorgung ist man seitens der Gemeindeverwaltung allerdings bei der geplanten Erneuerung der Großeicholzheimer Ortsdurchfahrt mit Baukosten für die Kanalsanierung in Höhe von 1.060.000 Euro und die Optimierung der Wasserversorgung von 143.000 Euro.

Trotzdem hält man nach dem Willen des Gemeinderates und der Verwaltung an einer Verwirklichung der Maßnahme fest und so sollen bereits in der kommenden Mai-Sitzung die Gewerke nach Ausschreibung durch das Ing.-Büro Sack & Partner vergeben werden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde Bürgermeister Ludwig nach Erläuterungen durch Kämmerer André Kordmann für die Aufnahme eines Kommunaldarlehens in Höhe von 540.000 Euro mit einer Laufzeit von 40 Jahren für den Eigenbetrieb „Wasserversorgung Seckach“ berechtigt.

Weiter wurde die Allevo Kommunalberatung aus Obersulm als günstigster Bieter mit der Erstellung einer Globalberechnung für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung in Seckach beauftragt. Für die anfallenden Kosten von 10.472 Euro werden entsprechende Mittel aus der Wasserversorgung im Erfolgsplan des Eigenbetriebs bereitgestellt.

Weiter stimmte der Gemeinderat der Annahme einer Spende in Höhe von 1.000 Euro für die Förderung des Sports zu. Abschließend der Sitzung gab Bürgermeister Thomas Ludwig bekannt, dass noch am 29. Dezember die Bewilligung der Förderung zur Optimierung der Phosphoreliminierung in Höhe von 223.200 Euro eingetroffen sei.

Weiter informierte er, dass auf einer rd. 25 Quadratkilometer großen geeigneten Fläche unter dem Titel „Rebhuhnschutzprojekt Schefflenztal“ fördernde Maßnahmen durch Landwirtschaft, Jäger und Naturschutz für das gefährdete Rebhuhn geschaffen werden sollen.

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