Das internationale Straßentheater mit spannendem Programm

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Datum/Zeit
03.09.2017
13:45 - 18:30

Am Sonntag, 03. September ist es wieder soweit: Das 26. Internationale Straßentheater verzaubert einen ganzen Nachmittag lang die Mosbacher Innenstadt. Von 13.45 Uhr bis ca. 18.30 Uhr präsentieren acht verschiedene Künstlergruppen aus den Niederlanden, Kanada, Italien, Frankreich und Deutschland  viele verschiedene Facetten des zeitgenössischen Straßentheaters. Ob Kabinettstückchen, Pantomime oder Tanz, ob Hand-Theater-Kabarett oder Musiker – über 23 großartige Aufführungen werden in der Hauptstraße, auf dem Marktplatz, auf dem Parkdeck AWG (Kipphan), dem ModeMix-Parkplatz., An der Bachmühle (Boulevard) sowie im Hospitalhof zu sehen sein.

 

Den Anfang macht das Ensemble SaxShop. Das sind die vier jungen Saxophonisten Nicolai Pfisterer, Julian Schunter, Paul Stoltze und Sebastian Nagler – mindestens Nicolai Pfisterer müsste den Mosbachern noch bestens bekannt sein aus dem Saxophonquartett Sax mal anders. Sie überzeugen mit Leidenschaft und Virtuosität, originell und ganz nah am Publikum, machen jeden Ort zur Bühne – ganz flexibel, ein Erlebnis. Ihr Repertoire umfasst bekannte Popstücke sowie Eigenes, jazzige Balladen, Groove-Musik und Kompositionen mit lateinamerikanischen oder orientalischen Einflüssen.

Beim Theater Rue Piétonne führt ein Zoowächter seine Röhrentiere aus. Dabei nützen die Tiere jede Gelegenheit, sich selbständig zu machen. Nichts ist vor ihnen sicher: Da werden Schnürsenkel angeknabbert, das Büffet beschnuppert oder manchmal sogar ganze Passanten verschluckt! Das Theater Rue Piétonne besticht durch seine Mischung aus Bewegungs- und Maskentheater, Schauspiel, Komik, Poesie und die Schlichtheit des Materials. Die Inszenierungen setzen auf kraftvolle, überraschende Bilder und verzichten ganz auf Sprache.

Günter Fortmeier hat ein einzigartiges Hand-Theater-Kabarett entwickelt. Er hat den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2016 gewonnen. „Fantastisch, toll, super“ (Westfälischer Anzeiger), „Ganz schön tricky, was der gute Mann mit seinen Händen anstellt. Große Kunst!“ (Zürcher Zeitung) „Man möchte sich wegschmeißen vor Lachen, wenn Hebbert von seiner Lisbeth zugequasselt wird und er doch einfach nur lesen will.“ (FAZ)

Adrian Engels und Markus Riedinger von ONKeL fISCH analysieren, erklären und wundern sich. Sie erzählen, streiten, singen und tanzen sich durch ein satirisches Action-Kabarett. Das ist Interrail für’s Gehirn. „Komik auf die Millisekunde choreographiert. Eine große darstellerische und schauspielerische Leistung.“ (Neue Westfälische). „Mit immer neuen Ideen und einer gehörigen Portion Charme gelang es dem Duo, ein wahres Gag-Feuerwerk zu zünden. Schallendes Gelächter.“ (Rheinische Post)

Mit bloßen Händen und Holzaugen verkörpert Lejo eine einmalige, frische Form des Puppentheaters. ‚Hands up!‘ ist eine fröhliche, wortlose Vorstellung mit Musik. In einer blauen Kulisse zeigen die Puppen ihre Künste. Mitspieler sind ein cooler Hund, 2 Stepptänzer, eine Kuh mit einem Essproblem, ein ganzer Kinderchor inklusive Dirigent und viele andere. Das Publikum vergisst ganz schnell, dass es sich nur zwei Hände ansieht.

Unkomplizierter Humor in verschiedenen Sprachen und einen scheinbar achtlosen Gebrauch der erstaunlichsten Kunststücke, vor jedem Publikum weltweit, sind die Markenzeichen der Flying Dutchmen. Noch wichtiger als ihr grandioses Können ist aber der Kontakt zum Publikum. Immer auf der Suche nach Improvisation und Komödie. „Michiel Hesseling und Jean-Michel Paré haben sich zusammengetan, und eine Show produziert, die cleverer, lustiger, straffer und kumulativ professioneller ist als alles, was jemals im Straßentheater gesehen wurde.“ (Busker Hall of Fame)

Klaus Renzel ist nicht nur Pantomime, Clown und Musiker. Er vereint virtuose Musikalität, französische Pantomime mit clownesker Spielfreude und Visual-Comedy zu einer Show. Dabei rockt er sich in einem wilden Mix aus heißem Flamenco, heiterer Klassik, verspieltem Pop und geplanter Planlosigkeit einmal quer durch die Musikgeschichte. Ob Beethovens Vergangenheit bei AC/DC, seine gescheiterte Karriere als Türsteher oder seine Erinnerungen an seine ersten Besuche auf Freejazzkonzerten – Klaus Renzel erzählt aus Sicht des versponnenen Musikers Geschichten aus seiner Welt. Und das macht er so gut, dass kein Auge trocken bleibt.

Die ewige Geschichte von Anziehung und Abstoßung, von Abgrenzen und Verschmelzen zeigen Stefan Sing und Cristiana Casadio als schwungvollen Tanz mit den Bällen. Ein nonverbaler Schlagabtausch mit großer Tiefe, viel Humor und meisterlicher Körperarbeit. „… voll von Anmut, Humor, atemberaubenden Zusammenspiel, cleverem Ideenreichtum und vielschichtigen Bedeutungen .. gibt es Momente der Freude, Isolation, Wut und Zärtlichkeit.“ (Herald Tribune)

Alle Shows sind im Laufe des Nachmittags mehrmals zu sehen. Es werden fünf Plätze parallel bespielt, sodass sich alle ein ganz individuelles Programm zusammenstellen oder sich einfach von Ort zu Ort treiben lassen können.

Einen genauen Ablaufplan und Informationen zu den einzelnen Acts kann man dem Programmheft des Internationalen Straßentheaters entnehmen, das in der Tourist Information am Marktplatz ausliegt und im Internet unter www.mosbach.de heruntergeladen werden kann.

Die Zuschauer können ihren Beitrag zum Erhalt des Straßentheaters leisten und einen Sympathie-Button für vier Euro erwerben.



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