„Die ‚Judenschul‘ im Dorf“

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Datum/Zeit
29.04.2016
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Bücherei des Judentums im Klösterle

„Vom Umgang mit ehemaligen Synagogen im ländlichen Raum am Beispiel Unterfranken“ 

Vortrag von Rebekka Denz M. A.

Die jüdische Bevölkerung in Deutschland hat vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert mehrheitlich auf dem Land gelebt. Ein wichtiges Zentrum dieser Ausprägung jüdischen Lebens war Unterfranken. Wer heute aufmerksam durch Unterfranken fährt, stößt in vielen Kleinstädten und Dörfern auf ehemalige Synagogen und Mikwaot oder nahe gelegene jüdische Friedhöfe. Die baulichen Spuren zeugen facettenreich vom einstigen reichen jüdischen Leben in dieser Region.

Seit Jahrzehnten engagieren sich Einzelpersonen und Institutionen dafür, die Erinnerung an das jüdische Leben als bedeutenden Bestandteil der fränkischen Landesgeschichte lebendig zu halten. Hierbei hat sich neben der jüdischen Familienforschung als Interessenschwerpunkt der Erhalt von baulichen Spuren heraus kristallisiert. Der Vortrag wagt eine Einordnung des staatlichen, aber gerade auch des bürgerschaftlichen Engagements zum Erhalt baulicher Spuren der jüdischen Geschichte.

Rebekka Denz studierte Jüdische Studien und Geschichte und schreibt derzeit an einer Promotionsarbeit im Bereich der jüdischen Frauenforschung in der Zwischenkriegszeit. Sie wirkt seit mehreren Jahren in Projekten mit, die sich dezidiert mit dem Umgang der jüdischen Spuren und deren Erinnerungskultur im süddeutschen Raum befassen.



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