Unbezahlbar – Ehrenamt im Fokus

Datum/Zeit
05.10.2019
9:00 - 13:00

Veranstaltungsort
Fußgängerzone - Hauptstraße - Mosbach

Hält Informationen bereit und wird beim Infostand am 05.10. von Ehrenamtlichen unterstützt: Uta Lang, Koordinatorin des Erwachsenenhospizdienstes Mosbach.

Infostand des Erwachsenenhospizdienstes Mosbach in der Mosbacher Fußgängerzone

Sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, das klingt zunächst bedrückend. Doch für viele Mitarbeitende des Erwachsenenhospizdienstes Mosbach ist Sterbebegleitung auch eine erfüllende Aufgabe. „Wenn man sieht, wie gut man Patienten und Angehörige in einer solch schwierigen Situation unterstützen kann, gibt das einem auch etwas zurück“, so Uta Lang, Palliative Care Fachkraft und Koordinatorin des Erwachsenenhospizdienstes Mosbach. Und sie teilt diesen Eindruck mit den knapp 20 ehrenamtlich Mitarbeitenden, die für die ambulante Hospizarbeit unentbehrlich sind.

Wer sich über die Angebote des Erwachsenenhospizdienstes informieren möchte, ist herzlich zum Besuch des diesjährigen Infostandes eingeladen am Samstag, 05. Oktober 2019, von 9 bis 13 Uhr in der Mosbacher Fußgängerzone (Nähe Rathaus). Hospizkoordinatorin Uta Lang und die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter freuen sich auf Gespräche, beantworten Fragen und stellen Informationsmaterial zur Verfügung.

„Ohne die Ehrenamtlichen geht es in der Hospizarbeit nicht“, betont Uta Lang und zeigt sich erfreut, dass das Thema Ehrenamt beim diesjährigen Welthospiztag im Mittelpunkt steht. Dabei soll das Ehrenamt künftig „bunter“ werden, so das Ziel des übergeordneten Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes. Bisher wird die ehrenamtliche Hospizarbeit nämlich vor allem von Frauen mittleren und höheren Alters getragen. Dieses Bild zeigt sich auch beim Erwachsenenhospizdienst Mosbach, in dessen Team nur wenige Männer zu finden sind. Die Gruppe ist dennoch „bunt“, da sich die Lebenssituationen der ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter deutlich voneinander unterscheiden. Jeder bringt zudem seine ganz persönliche Erfahrung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer mit, welche bei vielen ausschlaggebend für die Mitarbeit im Dienst war. Aber eines haben alle Ehrenamtlichen gemeinsam: Sie haben eine zwölfmonatige Ausbildung absolviert, die zur Sterbe- und Trauerbegleitung qualifiziert.

Durch den Erwachsenenhospizdienst Mosbach werden schwerstkranke und sterbende Menschen zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus begleitet. Wenn eine Begleitung gewünscht wird, vermittelt Uta Lang die passende Person aus dem Kreis der Ehrenamtlichen. Dabei berücksichtigt sie die Bedürfnisse und persönlichen Vorlieben der Erkrankten. Die Koordinatorin kennt die Ehrenamtlichen gut und hat daher ein feines Gespür, wer zu welchem Patienten passen könnte.

Der Erwachsenenhospizdienst ist eine gemeinsame Initiative der evangelischen und katholischen Sozialstationen und der evangelischen und katholischen Dekanate Mosbach. Der Dienst ist ökumenisch strukturiert, kann aber unabhängig von Konfession und Weltanschauung in Anspruch genommen werden. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und begleiter schenken Zeit für Gespräche, Zuhören oder Seelsorge. Sie gestalten ihre Besuche ganz individuell, so wie die Betroffenen es wünschen. Des Weiteren bietet der Erwachsenenhospizdienst Beratung zur Palliativpflege sowie Trauerbegleitung an. Alles kann kostenlos in Anspruch genommen werden. Interessierte finden weitere Informationen zum Erwachsenenhospizdienst auch im Internet unter www.hospizdienst-mosbach.de oder telefonisch unter 06261-9378565.


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