Energiezukunft in Sinsheim hat begonnen

Gemeinsam mit Minister Untersteller besichtigen die grünen Abgeordneten das Biomassekraftwerk. (Foto: Hofherr)

Sinsheim. Im Beisein von Umweltminister Franz Untersteller, den Landtagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Grüne), Hans Ulrich Sckerl (Grüne), Manfred Kern (Grüne), Thomas Funk (SPD), Elke Brunnemer (CDU), Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner, Landrat Stefan Dallinger und dessen Vorgänger Dr. Jürgen Schütz, Oberbürgermeister Rolf Geinert hat heute in Sinsheim die Energiezukunft begonnen. Ab sofort versorgt ein Biomassekraftwerk der AVR Energie GmbH ein Teilgebiet der Stadt mit Fernwärme und legt somit den Grundstein für eine energieautarke Stadt.

Die neue Anlage hat 2,6 MW elektrische Leistung und 30 MW thermische Leistung. Für die Produktion dieser Energie sind jährlich 30.000 Tonnen Biomasse notwendig, die aus heimischem Holz aus Grünschnitt und Landschaftspflegematerial, sowie Waldrestholz bestehen, sodass die Wertschöpfung im Kraichgau stattfindet. Jährlich werden so 15.000 Tonnen Kohlendioxid oder fünf Millionen Liter Heizöl eingespart


Die so produzierte umweltfreundliche Wärme wird für die Fernwärmeversorgung der Stadt Sinsheim genutzt. Der entstehende Strom wird ins Stromnetz eingespeist. Auch kreiseigene Gebäude wie Kliniken und Schulen sollen mit der Wärme beheizt werden.

Nach dem symbolischen Spatenstich und dem Baubeginn im Sommer 2010 kann das regenerative Leuchtturmprojekt nach ca. 15 Monaten Bauzeit pünktlich zum 01. Oktober in Betrieb gehen.

Am Sonntag, den 02. Oktober, lädt die AVR Energie GmbH die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür des Biomasseheizkraftwerks für die Fernwärmeversorgung der Stadt Sinsheim ein. Von 11:00 Uhr bis 16:00 können Besucher hinter die Kulissen schauen.

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