„Topf und Söhne“ zu Diensten beim Holocaust

Topf

Hartmut Topf während seines Vortrages in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Heidelberg. (Foto: Bernhard Schell)

Eberbach. (pm) Mit diesem Wahlspruch warb die Firma „Topf und Söhne“ um ihre Kunden, auch um die Aufträge der Nationalsozialisten. Zentrale Frage in diesem Zeitzeugenvortrag Ende November war: Wie stehe ich zu meiner Vergangenheit bzw. zu der meiner Familie, meines Landes? Hartmut Topf  stand vor dieser Frage, als er erfuhr, dass seine Familie die Verbrennungsöfen in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern baute. Ab 1939 lieferten „Topf und Söhne“ speziell für Konzentrationslager entwickelte Krematorien an die SS, später sogar die Gaskammern.

Dies geschah aus Profitsucht, aber auch aus Faszination an dem technisch Möglichen. Nach 1945 wurde die Beteiligung von der Familie verdrängt, Hartmut Topf war als einziger bereit, sich dieser Vergangenheit zu stellen. Offensiv und schonungslos arbeitete er die Geschichte seiner Familie auf. Sein Werk wurde 2011 mit der Einweihung der Gedenkstätte „Topf und Söhne“ gekrönt.

Die Neigungskursschüler Geschichte des HSG Eberbach lauschten bewegt diesen Ausführungen und konnten sich so intensiver mit der Vergangenheitsbewältigung der jungen Bundesrepublik auseinandersetzen.

Infos im Internet:

www.hsg-eberbach.de




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