„Nicht in Bürokratie versinken“

Europaabgeordneter Dr. Thomas Ulmer besucht Firma Peter Vogel GmbH in Mosbach

Mosbach. „Kleine und mittelständische Unternehmen bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft gerade in unserem strukturschwachen Raum, da ist es doch selbstverständlich, dass man auch mal persönlich vorbeischaut“, so Dr. Thomas Ulmer zur Begrüßung bei seinem Besuch der Firma Peter Vogel GmbH in Mosbach, wo sich der Europaabgeordnete persönlich von der Qualität der hier hergestellten Metallwaren überzeugte.

Zunächst stellte Seniorchef Peter Vogel die Firma vor. Der Metallbaubetrieb habe inzwischen eine fast 100-jährige Tradition und sei seit 1984 in Händen der Familie Vogel. Seit 2010 führe Andreas Vogel den Betrieb in zweiter Generation. Derzeit beschäftige der Familienbetrieb sieben Mitarbeiter und den Hauptumsatz generiere man als Spezialist für Stahlbau, Metallbau und Schlosserei mit der Erzeugung hochwertiger Edelstahlprodukte. „Treppen, Geländer, Vordächer, Stahlbalkone und Carports, die Montage von Bauelementen wie Garagentore, Türen, Fenster gehören ebenso zu unserem Repertoire wie Markisen und Rollläden“, so der Seniorchef.

Mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens zeigte sich Geschäftsführer Andreas Vogel durchaus zufrieden. Was dem Firmeninhaber indes Sorgen bereitet, seien die immer mehr zunehmenden bürokartischen Auflagen. So sei etwa das von der Politik geforderte Zertifizierungsverfahren im Zusammenhang mit der Einführung der DIN EN 1090 für Klein- und Kleinstbetriebe der Metallbaubranche vollkommen ungeeignet. „Wenn ich hinter jeden Schweißer einen Mann stellen muss, der das Protokoll führt, sind Geländer so teuer, dass sie unverkäuflich werden“, so der Geschäftsführer.

Dr. Ulmer zeigte Verständnis für die Sorgen des Unternehmers. Es sei ein typisch deutsches Phänomen, dass europäische Verordnungen bei der Umsetzung in deutsches nationales Recht immer noch ein ganzes Stück verschärft werden. „Wir Deutschen wollen es eben immer besonders gut machen, aber in solchen Fällen ist das ein wirkliches Problem. Hinzu kommt, dass dem kleinen Handwerker häufig auch in Berlin die Lobby fehlt“, so Thomas Ulmer, der versprach sich ganz konkret für längere Übergangsfristen sowie für Vereinfachungen bei den Dokumentationspflichen einzusetzen.

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