Rettungskräfte „retten“ länderübergreifend

FFW Schlo1129 003

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Wie wichtig nicht nur gemeinde-, sondern auch länderübergreifende Feuerwehrübungen für bestimmte Gemeinden sein können, haben die Wehren aus Schloßau, Ottorfszell und Kirchzell schon seit einiger Zeit erkannt und ihr Trainingspensum darauf eingestellt. Gelungen war bereits die Waldbrandübung vor zwei Jahren an der Landesgrenze bei Ernsttal.

In diesem Jahr hatten sich die drei Wehren für eine Übung in technischer Hilfeleistung entschieden. Angenommen war ein Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2311 in Fahrtrichtung Eberbach auf der baden-württembergischen Seite in der Brauereikurve kurz nach Ernstal. Gefordert war, zwei PKW im Steilhang mit eingeklemmten Personen zu sichern. Mittels Rettungsschere und Spreizer mussten die Verletzten befreit und geborgen werden.  

Im Fokus stand das Zusammenwirken der baden-württembergischen und bayrischen Einsatzkräfte mit ihren jeweiligen Gerätschaften. Entsprechend hatte man auch die Alarmierung ausgerichtet, die zeitgleich über die integrierte Leitstelle Aschaffenburg und die Mosbacher Leitstelle ausgelöst worden war und sowohl die Schloßauer als auch die Kirchzeller und die Ottorfszeller Feuerwehr alarmiert hatte. Die Kommandanten Frank Schäfer aus Kirchzell und Hilmar Schüssler aus Schloßau sowie Arnold Herkert aus Ottorfszell resümierten bei der Nachbesprechung eine vorbildliche Zusammenarbeit der Wehren.

Auch Gerd Mayer, Kommandant der Gesamtfeuerwehr Mudau verfolgte den Einsatz mit kritischen Augen und bescheinigte essen Erfolg. Zum Einsatz kamen 19 Kameraden aus Schloßau, 15 aus Kirchzell und sechs aus Ottorfszell.

Auch die Bürgermeister beider Kommunen waren vor Ort, um sich ein Bild des gemeinsamen Einsatzes zu machen. Kirchzells Bürgermeister Stefan Schwab sagte, die Gemeinde Kirchzell lege großen Wert auf eine gute Ausbildung und technische Ausrüstung, damit die Wehrleute für gefährliche Situationen gerüstet seien. Sein Amtskollege aus Mudau, Dr. Norbert Rippberger, betonte, dass die Übung gezeigt habe, was in Teamarbeit alles möglich sei und wie die Verständigung vor Ort und die Ausrüstung funktioniere. 

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