Landsiedlung erschließt Leimengrube III – Waldkatzenbach

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29 Bauplätze können ab Oktober bebaut werden – Flussgebietsuntersuchung soll Schäden durch Unwetter-Katastrophen reduzieren – Schreinerarbeiten an Waldbrunner Unternehmen

Waldbrunn. Mit einer kurzen Gemeinderatssitzung begann das kommunalpolitische Jahr auf dem Winterhauch.

Nach einer Bürgerfragestunde ohne Rückmeldung, stellten Michaele Ott
Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH und Karin Biciola vom Büro IFK Mosbach die Vorstellung des dritten Abschnitts im Baugebiet Leimengrube im Ortsteil Waldkatzenbach. Dort entstanden seit 1995 in zwei Abschnitten über 70 Bauplätze, von denen der letzte im vergangenen Jahr veräußert wurde.
Daher habe man sich seit 2015 mit den Planungen für die weitere Erschließung befasst. Die Vorgehensweise sowie der Zeitplan wurden nun im Gemeinderat vorgestellt. Nach den Auftragsvergaben im Frühjahr, soll nach Ostern mit den Bauarbeiten begonnen werden, führte Michaele Ott aus. Die Fertigstellung und der Beginn der Vermarktung wird im Oktober 2017 gerechnet. Insgesamt entstehen 29 Bauplätze mit Größen zwischen 500 und 900 Quadratmetern. Zehn Plätze wurden bei der Landsiedlung bereits für Interessenten reserviert. Um ein einheitliches Bild zu erreichen, erhält Leimengrube III die gleichen Straßenlampen wie die ersten beiden Abschnitte, dieses Mal aber in energiesparender LED-Ausführung. Die Zufahrtsstraße wird mit 7,5 Metern Breite angelegt, während die Wohnstraßen entsprechend schmäler angelegt werden. Auf öffentliche Stellplätze will die Landsiedlung dieses Mal verzichten. Dadurch seien künftige Bauherren flexibler, was die Zufahrt zu ihren Grundstücken betrifft.

Die Frage zu den Preisen konnte Michaele Ott noch nicht beantworten. Man müsse erst die Kosten abwarten, bevor man die Kalkulation angehen könne. Die Landsiedlung sei kein gewinnorientiertes Unternehmen, man sei jedoch vonseiten des Finanzministeriums gehalten, eine schwarze Null zu schreiben. Unter dieser Maßgabe, werde sich der Verkaufspreis im ortsüblichen Rahmen bewegen, versprach Ott.

Nach dieser ausführlichen Information verkaufte der Gemeinderat zwei Baugrundstücke. Einmal erhielte ein Interessent im Hahnenfeld in Strümpfelbrunn den Zuschlag, das andere Mal wurde ein Grundstück im Mischgebiet „Waldbrunner Höhe“ veräußert.

Viele werden noch das Starkregenereignis von Ende Mai/Anfang Juni 2016 in Erinnerung haben. Neben den Waldbrunner Ortsteilen Mülben, Weisbach und Schollbrunn hat es insbesondere die Gemeinde Neckargerach erwischt. Auch dort waren hohe Sachschäden aufgetreten, als die Wassermasse ungebremst ins Neckartal strömten und auf ihrem Weg alles mitnahmen, was sich ihnen entgegen stellten.
Um künftige Katastrophen besser beherrschen zu können, haben die Gemeindeverwaltungen mit den Bürgermeistern Markus Haas (Waldbrunn) und Norman Link (Neckargerach) an der Spitze beschlossen, eine gemeinsame Flussgebietsuntersuchung zu veranlassen. Dabei kommen diverse Untersuchungsmethoden zum Einsatz, um Überschwemmungsrisiken zu erkennen und zu beseitigen bzw. zu reduzieren. Nach der Erhebung aller Daten, deren Auswertung, könne am Ende ein Maßnahmenpaket stehen, dass Bürger auf dem Winterhauch und im Neckartal künftig besser vor Hochwasser und Überschwemmungen schütze.
Durchgeführt wird die Untersuchung vom Fachbüro Wald und Core. Untersucht wird das Gewässereinzugsgebiet „Seebach und Koppenbach, Weisbach sowie Tiefensteigbächlein“ auf den Gemarkungen Neckargerach, Zwingenberg und Waldbrunn. Die Kosten belaufen sich auf etwa 125.000 Euro; davon übernimmt das Regierungspräsidium Karlsruhe 87.000 Euro, sodass 38.000 Euro bei den Gemeinden verbleiben, die sich diese Summe teilen.

Anschließend vergaben die Gemeinderäte die Tischlerarbeiten im Rahmen der Ertüchtigung des Brandschutzes in der Winterhauch-Grundschule Waldbrunn (Brandschutztüren) an die Schreinerei Gehrig und Tochter aus Schollbrunn zum Preis von 55.000 Euro.

Bevor Bürgermeister Markus Haas die Sitzung mit der Verlesung von Niederschriften diverser nicht-öffentlicher Sitzungen schloss, wurde der Bauantrag über den Neubau eines Doppelhauses mit Garagen auf einem Grundstück in der Schulstraße Schulstraße 29 u. 29 a, in Oberdielbach einstimmig genehmigt.

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