(Foto: Liane Merkle)
Seckach. (lm) Vergleicht man das Weihnachtskonzert 2024 des Musikvereins 1926 Seckach mit einem Drei-Gänge-Festmenü, so gab es die süßen Weihnachtsklänge erst zum Dessert – aber dann „à la carte“. Das Publikum durfte über einen QR-Code auf dem Programmheft die Wunschstücke auswählen. Unglaublich, wie viele „Schleckermäuler“ die Baulandgemeinde beherbergt.
Ein schwungvolles Entrée
Die Vorspeise des Abends gestaltete das Jugendblasorchester „SOS“ unter der Leitung von Martin Heß. Es war das letzte Konzert in dieser Formation, da viele der jungen Musikerinnen und Musiker in die nächste Liga aufsteigen und künftig die Stammkapelle bereichern werden.
Ihr „Sound of Seckach“ würzte das Programm mit einem fetzigen 60’s Rock Mix, dem gefühlvollen „Nessaja“ aus Maffays Tabaluga-Musical und dem anspruchsvollen „Thunder“ der Imagine Dragons, arrangiert von P. Murpha.
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Die Begeisterung des Publikums in der bis auf den letzten Platz gefüllten Seckachtalhalle war überwältigend. Unter den Gästen befanden sich neben Präsident Herbert Münkel und Ehrenpräsident Gerd Münch vom Blasmusikverband Tauber-Odenwald-Bauland auch Bürgermeister Thomas Ludwig, Ehrenbürger Ekkehard Brand sowie zahlreiche Vertreter befreundeter Musikvereine.
Stolz auf den Nachwuchs
Simone Friedle, die 1. Vorsitzende des Musikvereins, drückte in ihrer Begrüßung ihren Stolz auf das Nachwuchsensemble „SOS“ aus. Sie freute sich besonders, dass ab Januar die nächste Generation „SOS“ mit vielen neuen Kindern startet. Nach der charmanten Moderation der Jugendkapelle durch Johanna Bender und Nele Hoffert übernahm Fridolin Meinert das Mikrofon und leitete den Hauptgang des Abends ein, den die Stammkapelle unter Dirigent Martin Heß präsentierte.
Ein Hauptgang voller musikalischer Highlights
Der erste Teil des Konzerts war geprägt von der Erinnerung an einen unvergesslichen Workshop mit dem Schweizer Komponisten Mario Bürki. Drei seiner außergewöhnlichen Stücke wurden aufgeführt. Bei „Visions“ beeindruckten die Schlagzeuger mit sagenhaften Perkussion-Soli, während sich die Musikerinnen und Musiker direkt ins Publikum begaben und ganz leise „Maemama, Maemama, Mamama“ sangen – ein faszinierender Moment.
Mit „Into the Universe“ nahmen die Seckacher die Zuhörer mit in den Traum eines Astronauten, der eine neue Kolonie im Weltall entdeckt. Abgerundet wurde dieser Teil durch den Bürki-Marsch „Menzberg“, der die anschließenden Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder musikalisch untermalte.
Filmmusik und Emotionen im zweiten Teil
Der zweite Konzertteil war von Filmmusik inspiriert: Mit einer Feier zum Independence Day, dem mitreißenden Stück The Rock und einem emotionalen Titanic-Medley zog die Stammkapelle die Zuhörer in ihren Bann. Der Höhepunkt war das dramatische „Dead Man’s Chest“ aus Pirates of the Caribbean.
Dank und Gedenken
Zum Abschluss des Abends richteten Bürgermeister Thomas Ludwig und Simone Friedle dankende Worte an alle Beteiligten. Besonders hervorgehoben wurde der Allrounder Martin Heß, der mit seinem Engagement maßgeblich zum Gelingen des Abends beitrug. Anschließend rief Simone Friedle zum Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Magdeburg auf, das die Musiker mit einem gefühlvollen Choral unterstrichen.
Den krönenden Abschluss bildeten die vom Publikum gewünschten Weihnachtslieder – das Dessert eines gelungenen musikalischen Festmenüs.
