Mehr Plätze an berufliche Gymnasien

25.05.10

SPD-Landtagsabgeordneter Georg Nelius: „Landesregierung muss mehr Klassen einrichten und allen zugangsberechtigten Schülern Besuch ermöglichen.“ (Foto: privat)

Neckar-Odenwald-Kreis. Auch im kommenden Schuljahr werden viele Bewerber um Plätze an den beruflichen Gymnasien im Landkreis Neckar-Odenwald eine Absage erhalten. Das ist das Ergebnis einer entsprechenden Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Georg Nelius an Kultusministerin Marion Schick.

Demnach haben sich wesentlich mehr zugangsberechtigte Schüler um einen Platz an einem der beruflichen Gymnasien im Neckar-Odenwald-Kreis beworben, als Plätze zur Verfügung stehen. Zugangsvoraussetzung für die Aufnahme in die Eingangsklasse ist die mittlere Reife. Für Realschüler, Werkrealschüler und Berufsfachschüler ist dabei ein Notenschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie der ersten Pflichtfremdsprache notwendig.

„Dies verdeutlicht, dass die beruflichen Gymnasien allein aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage sind, alle Interessierten aufzunehmen“, so SPD-Landtagsabgeordneter Georg Nelius. Hinzu komme, dass sich die Zahl der Bewerber durch die Wiederholer noch erhöhen werde.

Georg Nelius forderte deutliche Verbesserungen vom Land: „Das Problem ist ja nicht neu. Die Landesregierung muss endlich einsehen, dass ihr bisher verfolgtes Prinzip „Es wird schon alles nicht so schlimm werden“ gescheitert ist.“ Der Landtagsabgeordnete verwies auf eine aktuelle Gesetzesinitiative der SPD-Fraktion, mit der künftig jedem zugangsberechtigten Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss ein Rechtsanspruch auf einen Platz an einem beruflichen Gymnasium garantieren will. „Mit dieser Gesetzesinitiative wollen wir die Landesregierung dazu zwingen, die Zahl der Klassen an den beruflichen Gymnasien deutlich zu erhöhen und ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen“, so der Parlamentarier.

Es sei ein falsches Signal, dass Schüler unter einer verfehlten Schulpolitik des Landes leiden müssten. „Einerseits wirbt das Land für seine Realschulen mit dem Hinweis auf gute schulische Anschlussmöglichkeiten, andererseits stellt es aber zu wenige Plätze an beruflichen Gymnasien zur Verfügung“, kritisierte Georg Nelius. So müssten sich viele engagierte Schüler nach einer Absage demotiviert auf die Suche nach Alternativen machen.

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