Mappus sichert Hochwasserhilfe zu

Hochwasserlage merklich entspannt

Ministerpräsident Mappus sichert den betroffenen Kommunen und deren Bürgern Landshilfe zu. (Foto: StM)

Wertheim. Ministerpräsident Stefan Mappus hat heute die vom Hochwasser schwer getroffene Stadt Wertheim besucht. Nach einer Besichtigung der überfluteten historischen Altstadt war er vom Ausmaß der katastrophalen Überflutung sichtlich beeindruckt. Er sicherte die Hilfe des Landes bei Bewältigung der Hochwasserfolgen und bei weiteren Schutzmaßnahmen zu. „Darauf können Sie sich verlassen.“

Der Ministerpräsident kam in Begleitung dreier Mitglieder des Landeskabinetts: Umweltministerin Gönner, Minister Reinhart und Wirtschaftsminister Pfister begleiteten ihn nach Wertheim. Auch Regierungspräsident Schmalzl, der Wertheim bereits am letzten Samstag besucht hatte, war nochmals angereist. Die Delegation aus Stuttgart nahm sich ausreichend Zeit. In der Feuerwache informierte sie sich zunächst über die Hochwasserlage und das Krisenmanagement der Einsatzkräfte. Dann vermittelten eine Fahrt mit Booten durch die überflutete Altstadt und Gespräche mit betroffenen Anwohnern und Geschäftsleuten einen unmittelbaren Eindruck.

Die besondere Schwere des aktuellen Hochwassers in Wertheim liegt nicht nur in der Höhe der Überflutung, sondern auch in der lang anhaltenden Dauer: Seit Montag, 11. Januar, ist die Altstadt unter Wasser. Die Überflutung kam in zwei Wellen und hatte am Montag bei 5,95 Meter ihren Höchststand erreicht.

Ministerpräsident  Mappus sicherte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz zu: „Wir lassen Wertheim nicht alleine. Die Stadt kann sich auf die Hilfe des Landes verlassen.“ Vereinbart wurde, dass die Stadt nach Bewältigung der akuten Hochwassersituation einen Anforderungskatalog zusammenstellt. Auf dieser Grundlage sollen dann konkrete Gespräche geführt werden. „Wir tun, was wir können,“ so die abschließende Zusicherung des Ministerpräsidenten.

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Großes Lob zollte er dem umsichtigen Krisenmanagement aller in der Hochwassereinsatzleitung mitwirkenden Organisationen und dem ungebrochenen Engagement der Einsatzkräfte. „Was hier geleistet wird, verdient höchsten Respekt.“

Zwischenzeitlich hat sich die Hochwasserlage in Wertheim merklich entspannt. Bis 17 Uhr war das Wasser bereits auf 5,55 Meter zurück gegangen. Die Hochwassereinsatzleitung geht davon aus, dass die 5-Meter-Marke etwa um Mitternacht unterschritten wird.

Die zweite Hochwasserwelle hatte die Stadt am gestrigen Sonntagabend gegen 20 Uhr mit einem Scheitelwert von 5,95 Meter erreicht. Bis 2 Uhr in der Nacht stagnierte das Wasser auf diesem Niveau. In den frühen Morgenstunden setzte ein steiler Pegelabfall ein: Das Wasser sinkt seitdem stündlich um zwei bis drei Zentimeter.  Nach Erreichen der 5-Meter-Marke könnte sich der Abfluss wegen Niederschlägen im Einzugsgebiet des Mains zwar etwa verlangsamen. Aber am Donnerstag dürfte die Altstadt wieder hochwasserfrei sein.

Der Bootsverkehr wird solange aufrechterhalten, bis das Wasser in der Altstadt bis auf Gummistiefeltiefe gesunken ist.

Mit zurückweichendem Wasser begann der städtische Bauhof bereits heute damit, die Hochwasserstege in Teilbereichen zurückzubauen. Die sukzessive Räumung und Säuberung der Straßen, Gassen und Plätze, die das Hochwasser frei gibt, wird morgen fortgesetzt. Das THW unterstützt den Abtransport von Sandsäcken und Stegen, die Freiwillige Feuerwehr stellt bei Bedarf Helfer für die Aufräumarbeiten des Bauhofs ab,

Zur Beseitigung der Hochwasserschäden im privaten und gewerblichen Bereich gibt die Hochwassereinsatzleitung folgende Hinweise:

Zur Entsorgung von Inventar, das durch das Hochwasser unbrauchbar geworden ist, werden am Donnerstag, 20. Januar, in der Altstadt drei Container an folgenden Standorten aufgestellt: Brückengasse, Stiftskirche und Aldi-Parkdeck.

Informationen über die Möglichkeit, Pumpen und Trockengeräte auszuleihen, können beim Bürgertelefon in der  Feuerwache abgerufen werden.

Das Bürgertelefon bei der Feuerwache Wertheim bleibt unter der Nummer 09342/859912 bis Mittwoch, 18 Uhr, durchgehend besetzt. Ab Donnerstag ist es dann werktags von 7 bis 16 Uhr erreichbar.

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