„Quo vadis?“ Offene Jugendarbeit

Unser Bild zeigt Charlotte Schneidewind-Hartnagel MdL, Thomas Poreski MdL, Bernd Lauterbach KJK, Stefan Lenz Postillion e.V., Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhäuser. (Foto: Hofherr)

Eberbach. (pm) Mit vielen Fragen an die neue grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg trafen sich Stefan Lenz von Postillion e.V.,  Bernd Lauterbach von der AG  Kinder-Jugend- und Kulturarbeit im Rhein-Neckar-Kreis,  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Jugendhäusern im Kreis mit den beiden grünen Landtagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel und Thomas Poreski im Eberbacher Jugendhaus in der Dr.-Weiß-Schule.

Allen Anwesenden war es wichtig zu erfahren, welche Anstrengungen und welche Schwerpunkte die neue Regierung im Hinblick auf die offene Jugendarbeit tätigt. Der Sozialpolitische Sprecher der Grünen Fraktion, Thomas Poreski, der jahrelang selbst in der mobilen Jugendarbeit tätig war, ging zunächst auf das sich verändernde Bild der Jugendarbeit ein. Die Jugendlichen, die man erreichen wolle, seien heute keine einheitliche Gruppe mehr. Viele unterschiedliche Lebenshintergründe von jungen Erwachsenen  fordern daher täglich die Sozialarbeit heraus. Auch neue Medien, speziell die Sozialen Netzwerke wie Facebook, SchülerVZ, wkw etc. veränderten die Kommunikation und den Zugang zu Jugendlichen  und zeichne dabei bereits jetzt neue Formen der Sozialarbeit auf, so Poreski.


Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Schneidewind-Hartnagel wies  auf die sich verändernden Familienstrukturen und den damit einhergehende Verlust von Vorbildern hin,  die es zu ersetzen gelte. Jugendliche bräuchten Raum und Ansprechpartner auch außerhalb von Familie und Schule.

Um diesen gesellschaftlichen Änderungen Rechnung zu tragen, sei der „Zukunftsplan Jugend“ der neuen Landesregierung mit einem hohen Stellenwert versehen. Nur gemeinsam mit allen Beteiligten werde man es schaffen, den veränderten Anforderungen an die offene Jugendarbeit gerecht zu werden.

Nur wenn Jugendliche auch beteiligt werden, z.B. durch eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre und stimmberechtigte  Jugendgemeinderäte, könne die Teilhabe und das Interesse von jungen Menschen an einer solidarischen und die Jugend ernstnehmenden Gesellschaft  geweckt werden.

Dies mit allen Akteuren gemeinsam umzusetzen werde in den nächsten Jahren Thema und Aufgabe der grün-roten Landesregierung sein, versicherte Schneidewind-Hartnagel abschließend.

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