Es ist Grippe-Hochsaison

Es ist Grippe-Hochsaison
Es ist Grippe-Hochsaison

(Symbolbild: Monoar Rahman Runy/Pixabay)

Warum Impfen auch jetzt noch sinnvoll ist

Mosbach. (pm) Mit der kalten Jahreszeit steigt auch die Zahl der Atemwegsinfektionen, zu denen die Grippe, auch Influenza genannt, zählt. „Die Grippe gehört glücklicherweise zu den Erkrankungen, vor denen man sich durch eine Impfung schützen kann, insbesondere vor schweren oder gar tödlichen Krankheitsverläufen“, betont Stephanie Keller, Ärztin beim Gesundheitsamt.

„Noch dazu befinden wir uns gerade in der Hochphase“, führt Keller fort. So wurden dem Gesundheitsamt seit Oktober 2024 bisher 48 Fälle gemeldet. Das klingt erst einmal wenig: Vor einem Jahr wurden Mitte Januar ebenfalls rund 50 Fälle verzeichnet. Die letztjährige Grippesaison endete im Neckar-Odenwald-Kreis schließlich mit mehr als 500 Fällen.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass der Höhepunkt der Grippewelle nach dem Jahreswechsel liegt. Noch dazu käme eine hohe Dunkelziffer, da nicht jede erkrankte Person eine Ärztin oder einen Arzt aufsuche und nicht jeder Atemwegsinfekt auf Influenza im Labor geprüft werde, so Keller. Um sich in der jetzigen Hochphase vor steigenden Fällen zu schützen, sei es für eine Impfung noch nicht zu spät. Das Gesundheitsamt und die Kommunale Gesundheitskonferenz ermutigen die Bürgerinnen und Bürger im Neckar-Odenwald-Kreis, den Impfstatus zu überprüfen und auch weitere Impfungen im Blick zu behalten.

Dabei schützt man mit der Impfung nicht nur sich selbst – geimpfte Personen kommen der Gesellschaft vielmehr als Ganzes zugute. Denn die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe eines Virus ist bei einer höheren Impfquote geringer. Damit können Personen mit einem erhöhten Risiko wie beispielsweise Ältere, Schwangere und Personen mit Grunderkrankungen vor schweren Verläufen geschützt werden.

Doch nicht jeder benötigt diesen extra Grippeschutz: Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt eine Grippeimpfung für Personen ab 60 Jahren sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen, Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel – in Ausnahmefällen auch früher, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, Personen in der Nähe von Risikopersonen, medizinischem Personal sowie Personal in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr.

Blickt man auf weitere Impfempfehlungen, so rät die STIKO ebenfalls ab 60 Jahren zu einer Impfung gegen COVID-19, Gürtelrose, Pneumokokken, Keuchhusten als Nachholimpfung sowie ab 75 Jahren zu einer Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), beziehungsweise bei bestimmten Grunderkrankungen und für Pflegeheimbewohnern auch schon vor 75 Jahren.

Zudem gilt grundsätzlich für die erwachsene Bevölkerung: Alle zehn Jahre ist eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie erforderlich, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Das Gesundheitsamt empfiehlt daher, den Impfstatus regelmäßig zu überprüfen, auch den der eigenen Kinder. Fragen zum Zeitpunkt der Impfung, möglichen Nebenwirkungen sowie der Kombination von Impfstoffen können an die zuständige Ärztin oder den zuständigen Arzt gerichtet werden.

Das Gesundheitsamt zeigt zudem weitere Möglichkeiten auf, um Infektionserkrankungen entgegenzuwirken: So kann das eigene Infektionsrisiko verringert werden durch häufiges Händewaschen und indem nicht in die Hände, sondern in die Armbeugen genossen und gehustet wird. Außerdem sollten gebrauchte Einmaltaschentücher schnell entsorgt werden. Eine Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch oder über verunreinigte Gegenstände. Für Risikopatienten bringt daher auch das Meiden von Massenveranstaltungen einen gewissen Schutz.

Informationen rund um das Thema Impfen können den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts https://www.rki.de/ sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.impfen-info.de entnommen werden. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sind zudem in einem Impfkalender übersichtlich dargestellt, welcher in der Mediathek unter impfen-info.de abgerufen werden kann.

Die Informationsangebote ersetzen keine ärztliche Beratung. Zur Klärung des Impfstatus und bei Fragen zum Thema helfen Hausärzte sowie Fachärzte weiter. Auch das Gesundheitsamt berät unter 06261 84-2446 oder per E-Mail an Gesundheitsamt@neckar-odenwald-kreis.de.

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