300 Menschen bei „Klang der Demokratie“

17717011240222.jpg
17717011240222.jpg

(Foto: Brauch-Dylla )
Mosbach. (bd) Gut 300 Menschen ließen trotz strömendem Regen am Samstag auf dem Mosbacher Chateau Thierry Platz den "Klang der Demokratie" hören. Zu der Kundgebung hatten Herz statt Hetze NOK und das Bündnis für Demokratie und Menschenrechte NOK eingeladen.

Nach der Begrüßung durch Versammlungsleiter Christof Roos erklang zunächst die "Die Gedanken sind frei", dirigiert von Christian Roos.
Danach sprach Pfarrerin Birgit Lallathin (Elztal).

Zum Einstieg in ihre Ansprache nahm sie Anleihen bei Erich Kästners Gedicht "Sachliche Romanze".

Darin beschreibt der von den Nazis verfolgte Dichter das traurige Ende einer früher einmal tiefen und vertrauten Liebesbeziehung eines Paares. Eine Liebe, eine schwierige, hart umkämpfte, oft gefährdete Liebe, mal emotional, mal sachlich gelebt, beschreibe das Verhältnis der Deutschen zu unserer Demokratie, die im Westen des Landes seit etwa 80 Jahren bestehe.

Demokratie brauche Demokraten und Demokratinnen. Nur, wenn darüber Konsens bestehe, könne überhaupt von einer Demokratie im Land gesprochen werden. "Die Demokratie braucht Engagement! Sie ist nicht einfach da. Sie ist kein Besitz, sie ist vielmehr lebendiger Prozess." betonte Lallathin. Demokratie sei nicht selbstverständlich.

Als Abgrenzung zu Nationalismus und Chauvinismus ertönte danach die Europahymne "Freude schöner Götterfunken" unter dem Dirigat von Christof Roos: "Alle Menschen werden Brüder".

In seiner Rede ging Pfarrer Frederik Reith (Buchen) auf die Gemeinsamkeiten des christlich -katholischen und des humanistischen Menschenbildes ein, das seinen Niederschlag in Artikel 1 des Grundgesetzes gefunden habe. Dieses gelte es zu verteidigen und damit den Verächtlichmachern der Demokratie zu begegnen.

Danach stand die lautstark gesungene antifaschistische Hymne "Bella ciao", dirigiert von Horst Berger(Buchen), auf dem Programm.
Herbert Münkel, Präsident des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland, hoffte in seinem Grußwort auf Wiederholung bei möglichst besserem Wetter und schlug vor, jährlich ein solches Event, das Musik, Gesang und demokratisches Engagement verbindende, auf den Terminkalender zu setzen.

Das "Badnerlied", dirigiert von Verbandsdirigenten Rudi Knödl (Boxberg) und, wie alle anderen Stücke , von Verbands-Ehrendirigenten Gerhard Schäfer (Wagenschwend) mit der Trompete angestimmt, setzte den musikalischen Schlusspunkt.

Werbung

Umwelt

Wurzeln in der Region
Top

Wurzeln in der Region

Nachhaltigkeit wächst bei der Mosca GmbH jetzt direkt vor der eigenen Haustür. Im Rahmen einer ökologischen Initiative des Umwelt- und Naturschutzvereins Elztal e.V. hat sich der Spezialist für Umreifungslösungen an der Begrünung der Region beteiligt.

[…]

Von Interesse