Schneemassen behindern Produktion bei Mosca AG

03.02.10

Fantastische Nachbarschaftshilfe und toller Einsatz

Bereits am Montag mussten Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW die Dächer der Produktionshalle von Schneemassen befreien. (Foto: Hofherr)

Strümpfelbrunn. (pm) Schneeverwehungen in Meterhöhe haben bei der Waldbrunner Maschinenfabrik Gerd Mosca AG zu teilweisen Hallenschließungen geführt. Betroffene Hallen werden zusätzlich abgestützt, um der Schneelast standzuhalten. Die Mosca Geschäftsleitung kooperiert eng mit der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk, um die Situation zügig zu bewältigen. Bis zum Wochenende wird mit Einschränkungen gerechnet, ab Montag soll der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden.

Durch die exponierte Hanglage am Odenwälder Katzenbuckel hat es die Werkshallen der Mosca AG besonders hart getroffen. Nicht so sehr die Schneemenge, sondern die durch Schneeverwehungen entstandenen Schneehöhen haben dazu geführt, dass Montagehallen A und D sowie Lagerhalle B aus Sicherheitsgründen geschlossen werden mussten. Rund 50 Mitarbeiter wurden am Mittwochmittag nach Hause geschickt, damit Stützen in den betroffenen Hallen montiert werden können. Zudem werden in Halle B Heizlüftschlangen installiert, um den Schnee auf dem Dach abzuschmelzen. Ob diese Maßnahmen ausreichen, oder ob der Schnee nach erfolgter Abstützung zusätzlich von den Hallendächern geräumt werden muss, wird am Freitag entschieden.



Eng arbeiten die Mosca Geschäftsleitung, der stellvertretende Kreisbrandmeister, die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz zusammen: Alle drei Stunden finden Treffen statt, um die Situation zu überprüfen und geeignete Maßnahmen abzustimmen.

Bereits am Montag hatte der Leiter der Mosca Betriebstechnik, Herr Christoph Tanneker, veranlasst, den Schnee von den Hallendächern zu räumen. Bis zum späten Montagabend waren rund 200 Helfer verschiedenster Organisationen im Einsatz, sodass am Abend die Dächer weitestgehend schneefrei waren. Diese Vorsichtsmaßnahme hat dazu geführt, dass die Situation jetzt gut im Griff ist, und trotz weiterer heftiger Schneefälle und Schneeverwehungen keine Einsturzgefahr besteht.

Am Montag waren neben den betriebseigenen Feuerwehrleuten sowie den Ortsteilwehren der Gemeinde Waldbrunn auch die Wehren aus Limbach, Wagenschwend, Balsbach, Robern, Fahrenbach, Laudenberg, Krumbach sowie die Technischen Hilfswerke THW Eberbach, THW Haßmersheim, THW Neunkirchen, THW Heidelberg und THW Walldorf/Wiesloch im Einsatz. Die Freiwilligen Feuerwehren Mosbach und Eberbach sowie das THW Eberbach koordinierten die Einsatzkräfte und technische Gerätschaften.

Christoph Tannecker sagte: „Der Einsatz aller Beteiligten und die fantastische Nachbarschaftshilfe ist beispiellos. Viele Nachbarn kamen am Montag mit Schneefräsen, Traktoren und Radladern, um mit uns die Schneemassen wegzuräumen. Das DRK aus Waldbrunn, Limbach und Neckargerach, die DLRG aus Schefflenz und der Getränkevertreib Weiß haben unsere Einsatzkräfte mit belegten Brötchen, Eintopf und Getränken gut versorgt. Wir rechnen damit, dass ab Montag nächster Woche der Betrieb wieder normal weiterläuft.”

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