Dank für „Turbo-Power“-Einsatz

Sebastian Stadtmüller als Werkstättenleiter der Johannes-Diakonie Mosbach verabschiedet

Sebastian Stadtmüller (l.) freute sich besonders darüber, dass auch Hans-Peter Barth (r.) an seiner Verabschiedung teilnahm. (Foto: Dirk Adler)

Mosbach. Leise und bescheiden wollte Sebastian Stadtmüller als Leiter der Mosbacher Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) nach 37 Jahren Einsatz in der Johannes-Diakonie Mosbach in den Ruhestand gehen. Doch ohne Dank für sein großes Engagement ließen ihn Leitungskräfte, Mitarbeitende und Beschäftigte nicht ziehen. Jetzt wurde Stadtmüller feierlich in der WfbM am Sportplatz verabschiedet. Von hier aus pflegte er auch den guten Kontakt zu Industrie-, Handels- und Handwerkspartnern in der Region und darüber hinaus.

Bereits mit 26 Jahren war der gelernte Werkzeugmacher und Maschinenbauer als Lehrmeister in der Johannes-Diakonie gestartet. Zu seinen weiteren Qualifikationen gehörte auch die Ausbildung zum Heilerziehungshelfer, um Menschen mit Behinderung zur Seite zu stehen. Federführend war er am Bau der zwei WfbM in Mosbach und der WfbM in Buchen beteiligt. Geprägt hat er ebenso die effektiven Arbeitsprozesse und das gute Arbeitsklima in den Mosbacher Werkstätten.

Sowohl die fachlichen als auch die menschlichen Stärken von Stadtmüller lobte Rüdiger Pluschek, Leiter des Geschäftsbereichs Beschäftigung der Johannes-Diakonie, bei dessen Verabschiedung. Die Inklusion, das heutige Schlagwort für das selbstverständliche Miteinander aller Menschen, habe Stadtmüller vorgelebt. Für die Anliegen der Beschäftigten und Mitarbeitenden sei er immer aufgeschlossen gewesen. Ihn hätten Aussagen ausgezeichnet wie: „Das packen wir gemeinsam an!“ oder „Dafür finden wir eine Lösung!“ Mit „Turbo-Power“ sei er Aufgaben angegangen. An seinen Nachfolger Sven Schüßler übergebe er einen gut funktionierenden Betrieb.

In Gedichtform erinnerte Doris Arndt, WfbM-Mitarbeiterin der ersten Stunde, an die Zeiten, in denen Stadtmüller und die Mitarbeitenden „gemeinsam geschuftet und auch gelacht“ hätten. Zu den  Abschiedsgeschenken an den scheidenden Werkstättenleiter gehörte auch sein Chefsessel, „denn dort sind ja immer deine Ideen entstanden“, so Mitarbeiter Erhard Padberg. Diese könne der ehemalige Leiter jetzt gebrauchen, um seinen Ruhestand auszugestalten.

Besonders freute sich Stadtmüller darüber, dass auch „sein Freund“ Hans-Peter Barth bei der Verabschiedung dabei war. Jahrzehntelang hatte der Beschäftigte, liebevoll „Postillon“ genannt, gewissenhaft die Post der WfbM verteilt. Immer wieder erfreuen würden ihn, so Stadtmüller über sich selbst, auch andere der 500 Beschäftigten der Mosbach Werkstätten. Wenn sie ihn in der Stadt ansprächen und sich nach seinem Befinden erkundigten, zeige das ihm, dass er nicht vergessen sei.

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