Wikinger „segeln“ nach Osterburken

300 Nordmänner mit Schwert und Pferdeschwanz

(Foto: privat)

Osterburken. „ … müssen Männer mit Bärten sein“, so könnte das Motto für den 17. und 18. September im Erlebnismuseum Adventon sein. Die Wikinger kommen. 300 von ihnen aus halb Europa treffen sich zur Freischlacht, der Darstellung von Kampfszenen, aber auch um zu zeigen, dass die Nordmänner nicht nur Krieger, sondern hervorragende Handwerker und Händler waren. Die Fernkaufleute kamen viel herum.

Zu Hause waren Sie vor allem auf der skandinavischen Halbinsel, aber auch auf Island, in Russland, in Karelien und auf der Kolahalbinsel. Sie befuhren die Flüsse und die Meere, eroberten und wurden erobert, handelten und entdeckten lange vor Kolumbus Amerika. Auf den Hebriden, die Inseln zwischen Schottland und der Neuen Welt, legten Sie Vorräte für Zwischenstopps an, siedelten eine besondere Schafrasse (Soay) als lebenden Proviant an und sind aus Europas Entwicklung nicht weg zu denken.



Einmal im Jahr kommen die Nachfahren als Museumspädagogen und Geschichtsdarsteller in den Odenwald. Zum ersten mal und ziemlich auf dem Trocknen kommt Skridur, ein typisches Langboot der Wikinger nach Osterburken. Skridur ist altnordisch und bedeutet „der Schnelle“. Es ist der Nachbau eines Fundes in der Ostsee. Die Takelage ist  historischen Originalen nachempfunden, ebenso Segel und Ruder, Schilde und Waffen. Das Original ist eines der drei Beiboote des berühmten Gokstad-Schiffes, 1880 im Sandefjord bei Gokstad in einem Schiffsgrab in Norwegen entdeckt, vermutlich im 9 Jahrhundert gebaut und versenkt worden. Dieses kleine Boot diente den Waghalsigsten 6- 8 unter den Warägern und Rus, wie man die Wikinger auch nannte, um in kleinere Flüsse vorzustoßen. Von 11 bis 17.30 Uhr ist Einlass. Die Veranstaltung geht bis in die Dunkelheit.

Infos im Internet:

www.adventon.de


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