Polizei warnt vor russischen Schockanrufern

Polizei, Blaulicht
(Symboldbild Polizei: K. Weidlich)

Neckar-Odenwald-Kreis. Insgesamt fünf Anzeigen gingen in den letzten Tagen bei der Polizei gegen unbekannte russische Schockanrufer ein. Während es in einem Fall gelang, einen größeren Geldbetrag zu ergaunern, blieb es bei den vier anderen Fällen bei Versuchen.

Bei zwei Anrufen wurde durch die unbekannten Täter in russischer Sprache mitgeteilt, dass ein naher Verwandter bei einem Unfall ein Kind angefahren hätte und dies nun schwer verletzt in einem Krankenhaus liegen würde. Zur Abwendung einer Gefängnisstrafe solle nun ein größerer Geldbetrag gezahlt werden. Während das Gespräch in einem Fall sofort beendet wurde, kam es im zweiten Fall zu einer Geldübergabe. Noch während des Telefongesprächs mit einem angeblichen Rechtsanwalt, kam ein Angehöriger der vermeintlich geschädigten Familie und holte das Geld ab. Bei den drei anderen Anrufen wurde die Verletzung eines Familienangehörigen vorgetäuscht, der aus diesem Grund Geld benötigen würde.

Die Polizei warnt: Vorsicht bei unbekannten russisch sprechenden Telefonanrufern.




Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:

  • Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf die Forderungen ein.
  • Notieren Sie sich (wenn vorhanden) die auf Ihrem Telefon angezeigte Nummer des Anrufers.
  • Notieren Sie sich auch die vom Anrufer genannte Rufnummer, wenn Sie zu einem Rückruf aufgefordert werden. Rufen Sie aber nicht zurück!
  • Prägen Sie sich möglichst Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein.
  • Halten Sie Rücksprache mit Ihrer Familie.
  • Wenden Sie sich unverzüglich an Ihre nächste Polizeidienststelle.

Der Polizeinotruf 110 ist rund um die Uhr erreichbar.

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