Hochwasser vernichtet Ernte auf 100 ha

Getreidefeld

Das im Mai überschwemmte Getreide ist an den tieferen Stellen abgestorben. An anderen Stellen ist es zwar weiter gewachsen, konnte aber kaum Körner ausbilden. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Der Neckar war bei dem Hochwasserereignis im Mai überwiegend auf den Gemarkungen Obrigheim, Neckarelz, Neckarzimmern und Haßmersheim über die Ufer getreten und hatte die Felder und Wiesen mit Wasser, Schlamm und weiterem Unrat überzogen.

Das Land hat Entschädigungen von bis zu 50 Prozent der Schäden in Aussicht gestellt. Zehn Landwirte im Neckar-Odenwald-Kreis haben ihre Schäden nun beim Landratsamt, Fachdienst Landwirtschaft angemeldet. Knapp 70 Hektar Grünland und rund 40 Hektar Ackerland waren in Mitleidenschaft gezogen.




Die Wiesen waren derart verdreckt, dass das Gras nicht mehr als Futter verwendet werden, sondern entsorgt werden musste, damit frisches Gras nachwachsen konnte. Die Behörden empfahlen, das Material zu kompostieren und das verrottete Gut später auf Ackerflächen auszubringen. Im Ausnahmefall war auch eine Verbrennung möglich.

Bei den Ackerkulturen sah es zunächst so aus, als ob das Getreide kaum unter dem Hochwasser gelitten habe. Nur da, wo das Wasser über längere Zeit stand, starben die Pflanzen ab. Bei der Ernte zeigte sich jetzt aber, dass das geschädigte Getreide kaum Körner ausbilden konnte und dort tatsächlich nur „leeres Stroh“ gedroschen wurde, also kein Ertrag erzielt wurde. Wann die Landwirte mit Entschädigung rechnen können, ist derzeit noch offen. 

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