KJG-Zeltlager kein Selbstläufer mehr

(Foto: privat)
Ziertheim-Dattenhausen/Buchen. (sis) Generationen von „Zeltlagerbuben“ denken gerne an die – oft über viele Jahre regelmäßig verbrachten – zwei Wochen KJG-Zeltlager in den Sommerferien zurück. Die Chancen stehen gut, dass auch die 55 Jungs im Alter von 8 bis 15 Jahren, die heute ihr 62. Zeltlager der KJG Buchen in Dattenhausen im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau beenden, ebenso schöne Erinnerungen daran behalten. Und nach Möglichkeit auch im nächsten Jahr wieder dabei sind.

Denn das Zeltlager ist mittlerweile kein „Selbstläufer“ mehr wie noch vor einigen Jahren; um die Teilnehmer wird mittlerweile regelrecht geworben. Im Gegensatz zu früher gibt es reichlich Konkurrenz in Sachen Freizeitgestaltung. Und nicht wenigen sind zwei Wochen „nur“ im Zelt und ganz ohne Strom – also ohne Handy oder Fernsehen – schlicht suspekt. Warme Duschen, Klospülung, durchgestylte Klamotten: Fehlanzeige. Stattdessen „fließend Kaltwasser“, Donnerbalken und nicht mehr ganz taufrische Jogginganzüge.

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Die Zelte organisieren sich und jeder lernt, sich auch mal zurück zu nehmen. Denn eines wird ganz groß geschrieben: Gemeinschaft. Und daraus entstehen Erinnerungen, von denen alle, die das Lager für sich entdeckt haben, ihr ganzes Leben lang zehren. Das gilt auch für die Betreuer, die Lagerleitung und die Köchinnen, ein bunt zusammen gewürfelter Haufen von ehrenamtlich aktiven jungen Leuten aus Buchen und Hettingen, aus Mudau und Hollerbach oder aus Seckach und Eubigheim.

Egal ob gerade Kreativität, Organisationstalent, Begeisterungsfähigkeit, pädagogisches Geschick, Kochkünste, medizinischer Sachverstand oder handwerkliches Können gefragt sind – ganz vielfältige Fähigkeiten und Talente sind vorhanden. Die werden gebraucht, um den Zeltplatz mit passenden Bauwerken fantasievoll herzurichten und das Programm zu organisieren, das regelmäßig unter anderem aus verschiedenen Turnieren, dem „geistig-körperlichen Hindernislauf“ und der obligatorischen Zweitageswanderung besteht. Wasser in Form von Schwimmbad- bzw. Seebesuch stand bei konstant heißen Temperaturen natürlich hoch im Kurs und Kaplan Claudius Duffner lieferte bei seinem Besuch auch geistigen Input bei einem Lagergottesdienst. Wobei das Zeltlager ausdrücklich nicht konfessionell gebunden ist und jedem Jungen im entsprechenden Alter offen steht.

2018 stand das Zeltlager unter dem Motto „In einem Land vor unserer Zeit“. Der aktuelle Lagerschlager, die Bezeichnungen der wichtigen Dinge im Lager – alles ist traditionell auf dieses Motto abgestimmt. Der Zeltplatz hieß „Jurassic Parc“, die Zelte waren die „Höhlen“, die Waschanlage wurde „Urozean“ benannt und der Donnerbalken hat den schönen Namen „Urknall“ getragen.

Als Betreuer fungierten Julian Kirchgessner, Tino Mackert, Christoph Schmelcher, Johannes Röckel, Lukas Röckel, Linus Kieser, Raphael Weber, Michael Haas und Marius Noe. Die Versorger („Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer“) Johannes Bundschuh, Michael Hartmann und Marcel Niemann waren für Nachschub verantwortlich, den die Köchinnen Nicole Schmitt, Antonia Schölch, Lina Kieser, Evelyn Hilbert, Suse Schmidt, Alicia Hana, Chiara Schneider und Kristina Jaufmann („Bettys und Wilmas“) täglich in frisch zubereitete leckere Mahlzeiten verwandelten. Die Lagerleitung hatten Lorenz Farrenkopf, Johannes Illek, Sebastian Kaufmann, Fabian Kieser, Tobias Schmelcher, Lukas Schmidt, Alexander Walz, Jochen Walz, Michael Wörner und Gregor Englert inne.

Nach zwei erlebnisreichen Wochen einschließlich Besuchersonntag, an dem auch die Eltern – freilich für eine streng limitierte Zeit – Zeltlagerluft schnuppern durften, wird heute die Heimreise angetreten. Mit dem Versprechen vieler, sich vom 30. Juli bis 13. August 2019 auf dem Zeltplatz in Orsingen-Nenzingen in der Nähe des Bodensees wieder auf das Abenteuer KJG-Zeltlager einzulassen.

Infos im Internet:

www.kgj-buchen.de.

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