Neuer Rekord mit 348 km/h

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(Foto: F-Presse)

Marvin Fritz fährt mit seinem Team aufs Podium

von Dorothea Schmitt

Beim ersten Rennen der Saison 2019 der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC), welches am vergangenen Wochenende in Le Castellet/F ausgetragen wurde, holten Marvin Fritz und seine Teamkollegen nach vielen Komplikationen und einer sensationellen Aufholjagt völlig überraschend den zweiten Platz.

Das traditionelle 24-Stunden-Rennen, welches seit einigen Jahren schon auf der Rennstrecke in südfranzösischen Le Castellet ausgetragen wird, gehört zu einem der anspruchvollsten Rennen im EWC Kalender.

Auch wenn Marvin Fritz entspannt schon einige Tage vor dem offiziellen Beginn der Rennwoche angereist war, sollte es ein nervenzehrendes Wochenende werden. Im Training fuhr der Badener innerhalb des YART Trios von Fritz, Parkes, Canepa die schnellste Runde und pushte das Team auf den dritten Startplatz. Daraufhin ernannte ihn Teamchef Mandy Kainz zum Startfahrer, also dem Fahrer, welcher das Rennen eröffnen durfte. Für den IDM Superbike Champion von 2016 eine Premiere.

Fritz:“ Ich war voll motiviert und konnte nach dem Start auf Platz 5 gehen, als plötzlich die Elektronik wieder Problem bereitete.“

Nachdem Teamkollege und Ex Langstreckenweltmeister Niccolo Canepa das Cockpit der YART Yamaha übernahm, stieg die komplette Elektronik wie Wheelie und Traktionskontrolle aus. Canepa kam zu Sturz, schaffte aber noch zusammen mit der Yamaha R 1 den Weg in die Box zurück. Während der folgenden Safetycar Phase verschaffte sich die YART Crew einen Überblick über das Ausmaß des Schadens.

Fritz:“ Zunächst dachten wir der Motor hatte etwas abbekommen und sahen schon dem Rennende entgegen. Doch die Mechaniker gaben nach einer genauen Diagnose und anschließenden Reparatur grünes Licht. Die Elektroniksysteme allerdings waren nicht mehr zu reparieren, was bedeutete, dass ohne Elektronik noch 20 harte Rennstunden vor uns lagen.“

Nach dem unfreiwilligen Boxenstopp war kostbare Zeit vergangen und Marvin Fritz musste sich am Ende des Fahrerfeldes auf Rang 27 einreihen. Über Nacht gelang dem Fahrertrio wieder der Anschluss an die Top Zehn und im Morgengrauen lieferte Marvin Fritz eine kleine Sensation. Fritz: „Ich hatte mich gerade auf den vierten Rang vorgebissen, als mir meine Boxencrew die schnellste Rennrunde und einen Rekord von 348 km/h auf der Mistral-Geraden signalisierte. Und das alles ohne die Unterstützung der Elektroniksysteme. Ich selbst konnte es kaum realisieren.“

Doch auch nach dieser sensationellen Aufholjagt war das Podium noch lange nicht in Reichweite. Im letzten Renndrittel verlor die YART Truppe nochmal wertvolle Zeit durch einen weiteren, ungeplanten Boxenstopp.

Fritz.“ Die Kette musste repariert werden, das kann nach 22 Stunden Dauerbelastung am Limit einfach mal passieren.“

Marvin Fritz übernahm die YART Yamaha nochmal zur letzten Rennstunde. Fritz.“ Zu diesem Zeitpunkt steppte vorne der Bär, vier Teams waren in der Lage zu gewinnen.“

Fritz, mittlerweile an zweiter Stelle, spulte die letzte Runden konstant wie ein Uhrwerk ab. Fritz:“ Ich hatte nur noch das Podest in Sicht und dachte dieses Mal muss es doch einfach funktionieren.“

Vor 120.000 Zuschauern holte sich Fritz und Teamkollegen den zweiten Platz, das erste Podium in der noch jungen Saison 2018/2019. Das Team von Mandy Kainz liegt damit auf Gesamtrang Drei.

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