Dorfflurneuordnung geht voran

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Unser Foto zeigt von rechts: Projektingenieurin Lydia Blum, Projektleiter Christoph Haberkorn, Vorstände und Stellvertreter Robert Weidmann, Heiko Berberich, Timo Link, Klaus Baumann, Sven Baumann, Christine Heckmann, Thomas Walter, Monika Sauer, Edwin Bundschuh, Bürgermeister Markus Günther und Fachdienstleiter Markus Hüblein. Foto: pm)

Vorstand der Teilnehmergemeinschaft der Dorfflurneuordnung in Reinhardsachsen und Kaltenbrunn gewählt

Reinhardsachsen/Kaltenbrunn.  (pm) Die Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung Walldürn-Reinhardsachsen/Kaltenbrunn (Ortslagen) ist mit der Wahl ihres Vorstandes arbeitsfähig geworden. Damit kann unter Mitarbeit der Eigentümer die Ortsflurneuordnung zügig loslegen. Bei einer Sitzung im Dezember begrüßte Ortsvorsteher Heiko Berberich rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Gemeindehaus in Reinhardsachsen. Bürgermeister Markus Günther zeigte sich sehr erfreut, dass die Ortsflurneuordnung in Reinhardsachsen und Kaltenbrunn den nächsten Schritt macht. Er erinnerte an die sechs Informationsversammlungen 2016 und 2017 sowie an die Aufklärungsversammlung Anfang Oktober 2017. Hierbei dankte er besonders dem damaligen Ortsvorsteher Wilfried Kister für dessen Einsatz in der Einleitungsphase. Mit Blick auf die abgeschlossene Ortsflurneuordnung im benachbarten Wettersdorf erwartet er genauso gute und prima Ergebnisse. „Jetzt geht es los und Reinhardsachsen und Kaltenbrunn haben es verdient, dass ihre Entwicklung weitergeht“, sagte das Stadtoberhaupt.

Markus Hüblein, Leiter des Fachdienstes Flurneuordnung und Landentwicklung im Landratsamt, stellte dann fest, dass eine Teilnehmergemeinschaft laut Gesetz nicht gegründet werden müsse, sondern automatisch durch den Flurneuordnungsbeschluss entstehe. Dass so viele zur Wahl des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft gekommen waren, wertete er als gutes Zeichen. „Eine Flurneuordnung ist ein Verfahren für Leute, die in die Zukunft schauen, und sie soll von möglichst vielen Beteiligten getragen werden“, sagte Hüblein. Projektleiter Christoph Haberkorn erklärte anschließend, Teilnehmer seien alle Eigentümer von den Flurstücken, die innerhalb des definierten Verfahrensgebiets liegen. Diese Teilnehmer wählen ihre Vorstandschaft. Den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter hingegen wählt dann diese Vorstandschaft selbst aus ihren Reihen. Dem Vorstand komme eine wichtige Aufgabe zu, unterstrich er und sprach davon, dass der Vorstand die Geschäfte führt und der Vorsitzende die Teilnehmergemeinschaft gerichtlich und außergerichtlich vertrete. Er führe die Vorstandsbeschlüsse aus und sei sowohl für die Flurneuordnungsbehörde als auch für die Teilnehmer der wichtigste Ansprechpartner.

Der Vorstand wirke zudem beim Ortsgestaltungsplan mit landschaftspflegerischen Begleitplan mit, er vergebe die Baumaßnahmen, unterstütze die Bauaufsicht und werde bei allen Gebietsänderungen gehört. Zu den weiteren Aufgaben gehöre die Mitwirkung bei der Wertermittlung. Die eigentliche Bewertung der Grundstücke obliege aus Gründen der Neutralität allerdings auswärtigen vereidigten Sachverständigen. Wann und wieviel Beiträge die Teilnehmer bezahlen müssen, werde ebenfalls vom Vorstand geregelt, nur die Neuzuteilung der Grundstücke sei ausschließlich Sache der Flurneuordnungsbehörde.

Nachdem der vom Amt vorgelegte Entwurf der Wahlsatzung beschlossen worden war, konnte man zur Wahl schreiten. Zu wählen waren für Reinhardsachsen drei Vorstandsmitglieder und gleichviele Stellvertreter. Kaltenbrunn stehen ein Sitz sowie ein Stellvertreter zu. Hinzu kommen ein neutrales Mitglied und dessen Stellvertreter, die beide nicht am Verfahren beteiligt sind. Zu wählen waren also fünf Vorstandsmitglieder und fünf Stellvertreter. Die anwesenden Teilnehmer wählten als Vorstandsmitglieder Monika Sauer, Klaus Baumann und Thomas Walter für Reinhardsachsen, sowie Edwin Bundschuh für Kaltenbrunn und Sven Baumann als Nichtbeteiligten. Als deren Stellvertreter wurden gewählt Timo Link, Christine Heckmann und Heiko Berberich für Reinhardsachsen sowie Dieter Gehrig für Kaltenbrunn und Robert Weidmann als Nichtbeteiligter. Markus Hüblein verpflichtete die gewählten Vorstandsmitglieder und Stellvertreter mit einer Formel und per Handschlag. Er wünschte allen Vorstandsmitgliedern viel Erfolg bei ihrer wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit.

In einer konstituierenden Sitzung ebenfalls im Dezember wählten die fünf TG-Vorstände dann Edwin Bundschuh als Vorsitzenden und Monika Sauer als stellvertretende Vorsitzende. Die bedeutendste der aktuellen Arbeiten in der Flurneuordnung ist die Abstimmung des Wege- und Gewässernetzes mit Landschaftspflege. Auch dabei hat der Vorstand die Aufgabe, auf unterschiedliche Weise mitzuwirken.

Unter www.neckar-odenwald-kreis.de oder www.lgl-bw.de/4588 können weitere Informationen zur Flurneuordnung abgerufen werden.

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