Klinik-Proteste an der richtigen Stelle

Klink-Mosbach.jpg
Symbolbild - Neckar-Odenwald-Kliniken
Wir bleiben für Sie am Ball, spendieren Sie uns dafür einen Kaffee!

(Foto: Archiv/pm)

Leserbrief: »Falscher Adressat« oder »Den letzten beißen die Hunde«

An den Protesten gegen die Umstrukturierung der Neckar-Odenwald-Kliniken, und hier im Besonderen der gynäkologischen Abteilung, lässt sich wieder sehen, welche Auswirkungen eine falsche Politik im Bund, wie auch im Land hat.

Der Landkreis, die Kommunen und somit deren Bürger,  müssen diese falsche Politik ausbaden. Es werden Weichen falsch gestellt (Krankenhausfinanzierung), Gesetze erlassen und Wünsche geweckt, die finanziellen Mittel dafür aber nicht bereit gestellt.

Einige unserer Abgeordneten springen schnell auf den Protestzug auf, halten schöne Reden aber in der konkreten Hilfe und Unterstützung in den Parlamenten fehlt es dann. Ich könnte hier noch einige Beispiele aufführen wie z.B. den Kitaplatz-Rechtsanspruch, Forderung nach beitragsfreien Kindergartenplätzen etc.. Der ländliche Raum wird so langsam abgehängt, Krankenhäuser geschlossen (Möckmühl, Brackenheim), keine Landärzte, Infrastruktur vernachlässigt.

Wir im Neckar-Odenwald-Kreis sollten uns nicht untereinander aufreiben, sondern unsere Kräfte bündeln. Für unsere Klinik heißt das: es wurden sicher Fehler gemacht, aber keine 12-Millionen-Euro-Fehler, sondern diese Fehler sind eher in der allgemeinen Krankenhausfinanzierung zu suchen (von Krankenkassen, vom Bund) und deshalb sollten unsere Proteste an den richtigen Stellen angebracht werden und das Land und der Bund auf das Konnexitätsprinzip – wer bestellt, der bezahlt – eindringlich hingewiesen werden.

Martin Müller, Seckach

Artikel teilen:

Zum Weiterlesen: