Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte

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SV Wagenschwend ist Halbfinalist

TSV Assamstadt – SV Wagenschwend 0:1

Assamstadt.  (bd) Im Halbfinale des badischen Pokals werden auch dieses Jahr die favorisierten Vereinsnamen aus Mannheim, Pforzheim und Bruchsal auftauchen, doch mit dem SV Wagenschwend kommt der erste Halbfinalist aus dem Odenwald. Erstmals seit der Spielvereinigung Neckarelz in ihrer Glanzzeit ist der Fußballkreis Mosbach mit dem Traditionsverein aus dem Hohen Odenwald in der Vorschlussrunde vertreten.

Am Mittwochabend setzte sich der Landesligist beim Liga-Konkurrenten TSV Assamstadt knapp mit 0:1 durch. Vor einer stattlichen Kulisse mit 500 Zuschauern – darunter auch Gästefans in dreistelliger Zahl – trafen sich zwei Teams, die in einem taktisch geprägten Spiel aus sicherer und tiefstehender Defensive agierten. Für die Gäste ein bewährtes Konzept, mit dem sie im gesamten Pokalwettbewerb nur ein Gegentor hinnehmen mussten, während der TSV Assamstadt, mit drei Siegen und einem Remis ungeschlagen in der Spitzengruppe der Landesliga platziert und nach Eliminierung des SV Schwetzingen im Pokal, auf eigenem Platz leicht favorisiert schien.

In der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Mannschaften, nennenswerte Torchancen blieben Fehlanzeige und auch spielerische Überraschungsmomente wurden der wechselseitigen Vorsicht geopfert. Trotz durchgängig fairem Spiel – insgesamt musste die souveräne Spielleiterin Sarah Karrer nur drei Mal zur gelben Karte greifen – kam es bis zu Wiederanpfiff zu drei verletzungsbedingten Wechseln, die für den weiteren Spielverlauf von Bedeutung sein sollten.

Während auf TSV-Seite Yannik Hügel durch Pascal Hügel ausgetauscht werden musste, kam bei den Gästen Luca Schmitt für den angeschlagenen Torjäger Luca Bucella. Mit Torben Brenneis, der ab der 35. Minute Jannik Allgeier auf Wagenschwender Seite ersetzte, gewannen die Gäste Lufthoheit im Mittelfeld. Allgeier war sowohl offensiv, als auch defensiv durchgängig präsent und nahm entscheidenden Einfluss auf das von vielen langen und hohen Bällen geprägte Match. Denn auch in der zweiten Hälfte kam kein durchgängiger Spielfluss zustande.

Nach einer offensiveren Anfangsphase des SVW, die nichts Zählbares einbrachte, war der TSV Assamstadt wieder das etwas aktivere Team, ohne erfolgversprechend gefährlich zu werden. Fehlervermeidung stand weiterhin im Fokus und auch der Versuch, Fehler durch offensives Pressing zu erzwingen, blieb die Ausnahme.

Die Zuschauern waren überzeugt, dass die Mannschaft mit dem ersten Tor auch den Sieger stellt. In der 74. Minute gelang den Blau-Weißen ein hoher Ballgewinn auf der linken Seite mit guter Umschaltbewegung. Der schnelle Luca Schmitt nahm einen Steckpass von Link an der Strafraumgrenze auf und vollendete per präzisem Flachschuss ins lange Eck. Die Abseits-Proteste der Heimelf verhallten ungehört.

Ein energisches Aufbäumen gegen die Niederlage gelang den Assamstädtern trotz allem Bemühen nicht mehr, zu sicher und aufopferungsvoll verteidigte die Mannschaft um Spielertrainer Merz den Vorsprung. Nachdem Schlusspfiff feierte der Dorfverein SV Wagenschwend den größten Erfolg in seiner über 90-jährigen Vereinsgeschichte.

Während die Odenwälder mit ihren Fans feierten, wurde auch der keineswegs enttäuschende TSV von den Zuschauern mit anerkennendem Applaus bedacht.

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