(Foto: Liane Merkle)
Dank für Zusammenarbeit
Von Liane Merkle
Mudau. Die letzte öffentliche Gemeinderatssitzung in Mudau begann mit der Vergabe der Sanierungsarbeiten in der Dr.-Humpert-Straße. Den Zuschlag erhielt als günstigster von fünf Bietern die Kispert Bau GmbH aus Limbach zum Bruttoangebotspreis von 1.243.054,35 Euro.
Sanierung Dr.-Humpert-Straße
Die formale Prüfung der fünf Angebote übernahm das Ingenieurbüro Sack & Partner aus Adelsheim, das auch die Planung und Vorbereitung der Maßnahme betreut hatte, nachdem im Sommer die Förderzusage im Bereich Abwasserbeseitigung eingegangen war. Dipl.-Ing. Oswald Gehringer erläuterte das Vorhaben, dessen Bauzeit von März bis Oktober 2026 vorgesehen ist.
Hintergrund der Arbeiten ist vor allem die notwendige Aufweitung des Kanals mit Anschluss an das Regenüberlaufbecken, die im Zusammenhang mit der Erweiterung des Gewerbegebiets Stöckig II steht. Parallel zur Kanalarbeit werden zudem die Wasserleitung sowie die komplette Fahrbahn im Bereich des Autohauses Gramling erneuert. Für die Bauzeit ist eine Vollsperrung vorgesehen.
Baugebiete und Strukturgutachten Abwasser
Im Anschluss stellte der Gemeinderat die Kosten für die Baugebiete Daniersweg in Reisenbach und Burggewann in Schloßau sowie für das Strukturgutachten zur künftigen Abwasserbehandlung in der Gemeinde Mudau fest.
Für das Baugebiet Daniersweg wurden Kosten in Höhe von 671.401,27 Euro festgestellt, damit knapp unter den Vergabekosten. Für das Baugebiet Burggewann wurden 525.333,38 Euro beschlossen, rund 133.000 Euro unter den Vergabekosten. Das Strukturgutachten zur zukünftigen Abwasserbehandlung wurde mit 79.141,99 Euro festgestellt, wobei der Eigenanteil der Gemeinde 39.541,99 Euro beträgt.
Darlehen für Investitionen
Für anstehende Investitionsmaßnahmen hatte die Gemeinde Angebote für Darlehen in Höhe von 1,5 und 2 Millionen Euro eingeholt. Nach den Erläuterungen von Kämmerin Marianne Neubauer ermächtigte der Gemeinderat die Verwaltung zur Aufnahme eines Darlehens über 2 Millionen Euro für den Kernhaushalt bei der KfW Bank. Der Zinssatz wird am Tag des Mittelabrufs festgelegt; der Gemeinderat wird anschließend über die vereinbarte Höhe des Festzinssatzes informiert.
Wasser- und Abwassergebühren
Der Gebührenkalkulationszeitraum für Wasser- und Abwassergebühren endet zum 31.12.2025 und muss anschließend neu geprüft werden. Die erforderlichen Gebührenkalkulationen werden voraussichtlich Anfang 2026 vorliegen. Eine Erhöhung der Gebührensätze kann nicht ausgeschlossen werden, weshalb die Bürgerschaft auch über mögliche rückwirkende Gebührenerhöhungen zu informieren ist. Der Gemeinderat stimmte dem Vorgehen zu.
Vereinsförderung, Spendenannahmen und Holzlagerplatz
Die Bürgergemeinschaft Schloßau/Waldauerbach e. V. beantragte Anfang Dezember schriftlich die Aufnahme in das Verzeichnis der förderfähigen Vereine der Gemeinde Mudau. Da der Verein den Richtlinien entspricht, stimmte der Gemeinderat der Aufnahme rückwirkend ab dem Jahr 2025 zu.
Ebenfalls beschlossen wurde die Annahme von Spenden in Höhe von insgesamt 11.690,11 Euro zugunsten der Feuerwehrabteilung Steinbach, der Jugendfeuerwehr Schloßau, des Defi-Gehäuses Schloßau, der Unterhaltung der Defibrillatoren in Schloßau und Waldauerbach, des Sommerferienprogramms, der Renovierung des Jugendraums Reisenbach sowie für den Ortsteil Steinbach.
Zudem befürwortete das Gremium die Erweiterung eines Holzlagerplatzes für die Bentheimer Holz GmbH mit Zufahrt über das Werksgelände.
Dank für Zusammenarbeit
Zum Ende der Sitzung bedankte sich Philipp Knapp im Namen aller Gemeinderäte sowie Stefan Galm stellvertretend für alle Ortsvorsteher beim Bürgermeister und den Mitarbeitenden von Gemeindeverwaltung und Bauhof für die konstruktive und ehrliche Zusammenarbeit.
In den gemeinsamen 15 Monaten habe man viel gelernt, vor allem, dass es für jedes Problem eine Lösung gebe. Der Dank wurde vom Bürgermeister und der Verwaltung erwidert.
