„Haste mal zwei Euro für mich?“

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(Foto: Sabine Braun)

NKG spendet gleich tonnenweise – Hilfsaktion stößt auf große Resonanz

Mosbach. (pm) Da war die Initiatorin, Pfarrerin Dr. Heike Vierling-Ihrig, selbst überrascht: Die bereits traditionelle vorösterliche Spendenaktion des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums zugunsten des Mosbacher DRK-Tafelladens stieß auf noch größere Resonanz als im Vorjahr. Damals wurden mit 7,5 Tonnen Ware bereits alle Rekorde gebrochen, nun kamen sogar acht Tonnen Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs zusammen. Gesammelt wurden sie im März, in den vergangenen Wochen wurden die Spenden von den Verantwortlichen des DRK-Tafelladens in mehreren Fahrten abgeholt. Der offizielle Abschluss mit der Übergabe der letzten Kisten fand kurz vor den Osterferien statt.

Wie in den Vorjahren hatte die Fachschaft Religion mit Pfarrerin und Religionslehrerin Dr. Heike Vierling-Ihrig an der Spitze zu Spenden unter dem Motto „Den Nächsten in unserer Mitte nicht vergessen“ aufgerufen. Der Slogan „Haste mal zwei Euro für mich?“ kam wieder gut an.

Für zwei Euro kann man beispielsweise ein Päckchen Mehl, Zucker oder Nudeln und Reis kaufen. Das taten Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Sie lieferten 796 Pakete ab – fast 300 mehr als im Vorjahr. Eine Lehrkraft brachte sogar über 70 Päckchen unterschiedlicher Ware.

Daneben gibt es treue externe Unterstützer der Aktion. Eine besondere Rolle spielt dabei Frank Weber, der Vater einer NKG-Schülerin. Er organisierte in diesem wie in den Vorjahren Großspenden regionaler Lebensmittelhersteller. So erhielt die Tafel Palettenweise von der Firma Hengstenberg verschiedene Konserven und von der Friesinger Mühle Mehl und andere Getreideprodukte. Bei der Mannheimer Firma Newlat konnten die ehrenamtlichen Mosbacher Tafel-Fahrer verschiedene Nudelprodukte abholen, das Kaufland Mosbach spendete diverse Lebensmittel und Südzucker spendete paketeweise Zuckerprodukte.

Die Schülerin Theresa Schneider und ihre Schwester, eine ehemalige NKG-Schülerin, organisierte mit ihrer Familie eine weitere Großspende von über 300 Päckchen Teigwaren.

Schulleiter Jochen Herkert sagte allen Beteiligten der Aktion ein großes Dankeschön, allen voran Heike Vierling-Ihrig als „Motor“ der Initiative sowie Frank Weber und Theresa Schneider. Mit der Spendensammlung könne man etwas hineintragen in die Gesellschaft.

„Diese Spendenübergabe ist einer meiner liebsten Termine im Jahr, weil mich diese Aktion so freut“, betonte DRK-Präsident Gerhard Lauth und dankte von Herzen für die Aktion. Höchsten Respekt zollte er Heike Vierling-Ihrig und Frank Weber für die Organisation, ebenso den Schülern. „Macht einfach weiter so“, schloss er.

Frank Weber freute sich ebenfalls über die Spendenbereitschaft der Firmen und betonte, dass mit den Waren sogar weitere Tafelläden mitversorgt werden können, denn man habe die Lagerkapazitäten beim DRK in Mosbach „gesprengt“. Das bestätigte auch Heike Vierling-Ihrig. Um die Mengen bewältigen zu können, sei ein Teil der Ware bereits an der Schule abgeholt und im Mosbacher Tafelladen verkauft worden, lobte sie das „eingespielte Team“ mit Tafelladenleiterin Manuela Schönig.

Überwältigt war Vierling-Ihrig von der großen Spendenbereitschaft. Eigentlich habe sie angesichts der wirtschaftlichen Situation mit einer geringeren Resonanz gerechnet. Dass nun sowohl von Schülern, Eltern und Lehrkräften als auch von den Firmen sogar mehr gespendet wurde als im Vorjahr, freut sie daher besonders.

„Da bin ich mega stolz darauf. Das ist für mich ein Zeichen, dass die Gesellschaft zusammenrückt und dass wir uns gegenseitig unterstützen, gerade in schwierigen Zeiten.“ Ihr Dank galt allen Mitstreitern, auch der SMV und den Schülern, die in der Pausenaufsicht Waren annahmen, Plakate gestalteten und Werbung machten.

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