Verwaltungsleiter Dirk Schwenk (li.), Vollzugsdienstleiter Marc Unangst (2.v.li.), Gerd Nickolaus (3.v.li.) und Renate Modl (3.v.re.), Anstaltsleiterin Katja Fritsche (2.v.re.) und Kriminologe Dr. Wolfgang Stelly (re.). (Foto: pm)
Langjährige Mitarbeitende in den Ruhestand
Adelsheim: Nach fast 90 Jahren im Dienst der JVA Adelsheim haben Renate Modl und Gerd Nickolaus mit Ablauf des Monats Februar 2026 ihren Ruhestand angetreten. Beide prägten die Jugendvollzugsanstalt über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Bereichen und wurden nun feierlich verabschiedet.
Renate Modl blickt auf eine lange Laufbahn zurück
Renate Modl begann ihre Tätigkeit am 01. Oktober 1977, unmittelbar nach dem Abschluss der mittleren Reife. Ihr Vater arbeitete damals als Maschinenmeister in der Anstalt und war offenbar auch für sie ein berufliches Vorbild. Zunächst war sie in der Vollzugsgeschäftsstelle eingesetzt, bevor sie 1990 in die Personalabteilung der Hauptgeschäftsstelle wechselte. Seit 2012 arbeitete sie im Kriminologischen Dienst und war dort unter anderem für die Evaluation des Jugendvollzugs, die Erfassung von Strafdaten, die Betreuung von Führungen sowie die Berichterstattung an das Justizministerium zuständig.
Bei ihrer Verabschiedung sagte Modl, man müsse aufhören, wenn es am schönsten sei. Ihre Arbeit habe ihr stets Freude bereitet und sie als bereichernd empfunden. Auch wenn ihr der Abschied nicht leichtfalle, freue sie sich auf mehr freie Zeit, die sie vor allem für Reisen und sportliche Aktivitäten nutzen wolle. Der JVA will sie als Besucherin kultureller Veranstaltungen und des Adventsbasars verbunden bleiben.
Gerd Nickolaus prägte den Vollzug mit
Gerd Nickolaus trat im April 1990 in den Dienst der JVA Adelsheim ein. Bereits zu Beginn seiner Laufbahn fiel er durch besondere Fähigkeiten und Eigenschaften auf, nachdem er sich unter mehr als 140 Bewerbern durchgesetzt hatte. 1997 konzipierte er als erster Hausbeamter die neu gegründete Sozialtherapie der Anstalt mit und brachte sie auf den Weg. Diese Einrichtung behandelt seitdem zahlreiche Gewalt- und Sexualstraftäter und ist für den Jugendvollzug von großer Bedeutung.
Nickolaus engagierte sich mit Überzeugung für die Erziehung und Behandlung junger Menschen mit komplexen Problemlagen. Er setzte auf Kommunikation und arbeitete unter anderem mit Koch- und Gesprächsgruppen. Darüber hinaus gestaltete er zahlreiche vollzugspraktische Verbesserungen mit. 2012 wechselte er an die Torwache und übernahm dort als erster Torbeamter Verantwortung für den Ein- und Ausgang von Personen, Fahrzeugen und Gegenständen. Auch diese Aufgabe meisterte er mit hoher Belastbarkeit und Kompetenz. Die lange Umbauphase des A-Gebäudes empfand er jedoch als sehr belastend.
Verbundenheit mit der JVA bleibt
Beide Ruheständler verbindet ihre enge Verbundenheit mit der JVA Adelsheim und die Zufriedenheit darüber, an einem Ort gearbeitet zu haben, der sich der Erziehung und Betreuung junger Menschen widmet. Anstaltsleiterin Katja Fritsche, der Vollzugsdienstleiter Marc Unangst, der Verwaltungsleiter Dirk Schwenk, dessen Stellvertreterin sowie der Kriminologe Wolfgang Stelly wünschten ihnen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und vor allem Gesundheit.
