CDU will regionale Energiewende beschleunigen

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Regionaler Klimaschutz spielt immer größere Rolle/interkommunale Zusammenarbeit wichtig

Sinsheim/Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich die CDU-Kreistagsfraktionen aus dem Neckar-Odenwald- und Rhein-Neckar-Kreis unter den Vorsitzenden Bruno Sauerzapf (Leimen) und Karl Heinz Neser (Obrigheim) bei der AVR in Sinsheim. „Klimaschutz durch regenerative Energien“ war das Thema, worüber die beiden Landräte Stefan Dallinger und Dr. Achim Brötel referierten. Mit dabei waren auch die Geschäftsführer der beiden Abfallwirtschaftsgesellschaften Alfred Erhard (AVR) und Dr. Matthias Ginter (AWN).


Dallinger unterstrich, dass der regionale Klimaschutz eine immer größere Rolle spielt. Deshalb habe der Rhein-Neckar-Kreis gemeinsam mit den Gemeinden Leitlinien für den Klimaschutz erstellt, die die Gemeinden und der Landkreis umsetzen wollen. Ziel sei, den Primärenergieverbrauch zu senken, die CO²-Erzeugung zu reduzieren und als Landkreis für die privaten Haushalte energieautark zu werden. Deshalb ist der Landkreis der Klimaschutz- und Beratungsagentur KliBA beigetreten und hat die Abfallverwertungsgesellschaft AVR ihre Geschäftsfelder um das Gebiet „Energie“ erweitert.

Sichtbares Zeichen ist das neue Biomasseheizkraftwerk in Sinsheim mit dem Aufbau eines Fernwärmenetzes sowie einer großen PV-Anlage auf der Deponiefläche. Bei der Bioenergietonne wurde mit 50.000 Gefäßen das Ziel weit übertroffen; hier ist an die Vergärung gedacht. Das Verwaltungsgebäude in Weinheim wird im Passivhausstandard erstellt. In den Kreisliegenschaften wurde der Heizbedarf deutlich verringert.

Brötel erinnerte nach dem Abschalten von KWO an seine damals noch belächelte Energievision von 2006, in drei Jahren beim Stromverbrauch der Privathaushalte energieautark sein zu wollen. Bereits 2008 hatte man das Ziel nicht nur erreicht, sondern mit 165% überboten. Aus dem Neckar-Odenwald-Kreis mit 150.000 Einwohnern wurden zusätzliche 100.000 Einwohner mit Strom versorgt. Der Landkreis hält seit längerem den Spitzenplatz im Land mit 36% EEG-Strom aus Biomasse, Biogas, Wasser , PV-Anlagen und Wind.

Die Vision 2010 sieht vor, jährlich mindestens 25.000 MWh Wärme aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Weitere Ziele sind Energieeinsparung und Energieeffizienz, der sich vor allem die Energieagentur (EAN) annimmt sowie die regionale Wertschöpfung. Mit der Bioenergieregion HOT sei es bislang gelungen, 30 Millionen € Investitionen auszulösen; weitere 100 Millionen sind in Planung. Mit Bioenergiedörfern, Null-Emmissons-Gewerbegebieten, Nahwärmenetzen und der Pflanzung nachwachsender Rohstoffe sei man auf gutem Wege. Pilotversuche laufen zur restmüllfreien Abfallwirtschaft und mit der Wärmebelieferung der Nibelungenkaserne Walldürn mit mobilen Latentwärmespeichern.
Die beiden CDU-Fraktionen waren sich einig, dass man das gleiche Ziel mit unterschiedlichen Instrumenten verfolge und aus den Netzwerken nur lernen könne. In der interkommunalen Zusammenarbeit, die nun zwischen der Bioenergieregion HOT und den Landkreisen Bergstraße, Germersheim, Rhein-Neckar-und Rhein-Pfalzkreis verabredet ist, sieht man die Chance, die regionale Energiewende zu beschleunigen.

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