Realisierung „Smart Pfad Odenwald“

Symbolbild Tourismus

Mudau/Amorbach. (lm) Die Planung des Erlebnispfads für Naturwissenschaften und Technik unter dem Titel „Smart Pfad Odenwald“, den die Susanne und Joachim Schulz-Stiftung entlang dem Radweg von Mudau bis Amorbach errichten will, ist weitgehend abgeschlossen und die Realisierung steht an.

Um das Projekt im Detail vorzustellen und Mitstreiter zu finden, hatten Monika Möller-Stegerwald vom Vorstand der Stiftung und Meike Wolf sowie Jeanette Schuppe von der Projektleitung des Smart Pfads in die Villa Derfflinger eingeladen. Einleitend erläuterte Monika Möller-Stegerwald, dass man seit Gründung der Stiftung auf Initiative von Susanne Schulz 2010 vor allem gemeinnützige Zwecke von Vereinen, Organisationen und Einrichtungen unterstützt habe, was man auch weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten und der Satzungsziele verfolgen werde.

Doch das allein war dem Vorstand nicht nachhaltig genug zur dauerhaften Förderung der Begeisterung für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), weshalb man Experius mit Annika Schirmer startete. Mit vielen unterschiedlichen Aktionen beginnt Experius bereits im Kindergarten, wird in Grundschulen weitergeführt und durch die Mini-Phänomenta noch unterstützt. Die Begeisterung bei den Kindern sei enorm. U.a. besucht ein Bus, die „Experiothek“, mit Büchern, Experimenten und Anregungen Grundschulen, die anfragen, und derzeit entsteht im Garagenhaus der Villa Derfflinger ein Schülerforschungslabor, das besonders begabte Schüler aus weiterführenden Schulen nutzen sollen. Doch damit nicht genug, wollte man auch die Bevölkerung, Bildungseinrichtungen von der Vorschule bis zur Mittelstufe sowie Familienurlauber und Naturtouristen für MINT begeistern wie Meike Wolf ausführte.

Landrat Dr. Achim Brötel vom Kuratorium sah es als Vermächtnis, den Stiftungswillen des Ehepaars Schulz durchzusetzen und so viele junge Menschen wie nur möglich für MINT zu begeistern. In diesem Sinne bezeichnete er die Idee des Smart Pfads Odenwald als einzigartiges Leuchtturmprojekt und bestätigte, dass für diese über eine Million Euro teure Maßnahme bereits die Förderung vom Naturpark Neckartal-Odenwald zugesagt sei. Meike Wolf erläuterte die 7 Stationen des 15 Kilometer langen Erlebnispfads, der an der Mudauer Freizeitanlage Weller mit Mathematik auf einer Motorikinsel „4 gewinnt“, einer asymmetrischen Wippe, einer Geometrie-Schaukel und einer Sonnenuhr beginnen soll. Benachbart werden sich diverse Stationen mit dem Thema „Temperatur“ beschäftigen und am „Stadtgarten“ mit Technik.

Neugierig machte sie dann auf die Wasser- und Mühlenspiele im Ünglert und die zu viel Bewegung einladende Waldterrasse unterhalb der Wildenburg bis hin zum Licht- und Klangexponaten im Amorbacher Seegarten. Jede Station war bis ins Detail auf den angebrachten Stellwänden erläutert. Zur Realisierung erläuterte die Projektleiterin, dass die Stiftung dieses einmalige Großprojekt in der Idylle des Odenwalds leider nicht ganz allein schultern könne und man auf zahlreiche Förderer – auch in Sach- und Materialspenden – sowie auf Paten hoffe, damit die Realisierung tatsächlich bis zu den Sommerferien 2018 abgeschlossen sein kann.

Als 2. Bürgermeister der Stadt Amorbach sagte Wolfgang Härtel jede nur mögliche Unterstützung zu, denn wie er dankbar ausführte, habe die Region durch das Ehepaar Schulz und die Stiftung bisher nur Positives erfahren dürfen.

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