Pflege in Zeiten der Pandemie

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Die vier Pflegeberaterinnen und Pflegeberater des Pflegestützpunktes Neckar-Odenwald-Kreis sind für alle Fragen rund um das Thema Pflege kompetente und verlässliche Ansprechpartner, v.l. Jutta Baumgartner-Kniel, Jutta Landwehr, Birgit Scheuermann und Thomas Bauer. (Foto: pm)

Pflegeberater machen Mut

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Wohl selten wurde der Frühling so herbeigesehnt wie in diesem Jahr. Solche Wünsche nach wärmeren Temperaturen und mehr Sonne hören die Pflegeberaterinnen und -berater des Pflegestützpunkts im Neckar-Odenwald-Kreis derzeit häufig. Denn mit zunehmender Dauer der Corona-Pandemie sind auch weiterhin besondere Unsicherheiten und Belastungen für pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige verbunden: Teilweise werden professionelle Pflege- und Betreuungsleistungen aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht in Anspruch genommen und nicht immer sind die gewohnten Angebote verfügbar. Unter Umständen musste die Pflege zu Hause ganz neu organisiert werden. Und nach wie vor gilt, dass eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, um eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zu vermeiden – die Einschränkung von sozialen Kontakten – gleichzeitig eine der Folgen der Pandemie ist, die einsam werden lässt.

„Es ist völlig normal, dass eine Pflegesituation nicht nur körperlich, sondern vor allem auch seelisch sehr belastend sein kann. Nicht selten kommen zu uns pflegende Angehörige, die sich überfordert fühlen und niedergeschlagen sind. Schon in „normalen Zeiten“ nehmen pflegende Angehörige eine hohe psychische und physische Belastung auf sich, um pflegebedürftigen Angehörigen das Leben zu Hause zu ermöglichen oder in einer Pflegeeinrichtung so angenehm wie möglich zu gestalten. Seit jetzt gut zwei Jahren hat die Corona-Pandemie zusätzlich den Alltag auf den Kopf gestellt. Das Virus sorgte und sorgt für viele Belastungen, die bewältigt werden müssen“, erklärt Jutta Landwehr, Pflegeberaterin im Pflegestützpunkt Neckar-Odenwald-Kreis am Standort Buchen.

In solchen Situationen möchte der Pflegestützpunkt mit seinem Beratungsangebot Mut machen und auch neue Wege aufzeigen. Denn es gibt Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten, die helfen können. Für eine Reihe von Pflegeleistungen sind aufgrund der Corona-Pandemie besondere Regelungen in Kraft gesetzt worden, damit die Organisation der Pflege zu Hause gelingen kann. Darüber, und auch zu den Änderungen in den Leistungen der Pflegeversicherung zum Jahresbeginn, beraten und informieren die Pflegeberater im Pflegestützpunkt.

Gerade auch wenn eine neue Pflegesituation eintritt oder sich ein Pflegebedarf verändert, kann der Pflegestützpunkt über regionale Entlastungs- und Unterstützungsangebote informieren, Auskünfte zu sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen geben, konkrete Hilfestellungen bei der Inanspruchnahme von Leistungen anbieten und präventive Beratung und begleitende Hilfeplanung leisten.

„Es ist uns ein großes Anliegen, gerade jetzt für pflegende Angehörige, die teilweise unter enormem Druck stehen, da zu sein. Egal ob es kurze Rückfragen sind, eine neue oder eine sich verändernde Pflegesituation eintritt oder ob eine komplette Versorgungsplanung ansteht, bei uns bekommt jeder ein offenes Ohr und eine passgenaue Beratung“, so Thomas Bauer, Pflegeberater im Pflegestützpunkt Mosbach.

In Flächenlandkreisen spielt die Mobilität eine große Rolle. Auch deshalb sind beim Pflegestützpunkt Hausbesuche von besonderer Bedeutung. Zudem nahm die Notwendigkeit, Hausbesuche durchzuführen, im Pandemieverlauf deutlich zu. Dies ist beispielsweise aufgrund fehlender Mobilität oder der Notwendigkeit von Alternativen zur telefonischen Beratung bei Menschen mit Demenz oder Schwerhörigkeit begründet. Hierzu wurde ein Konzept für Hausbesuche entwickelt, um dem Beratungsbedarfs aufgrund der akuten Pflegesituation einerseits und dem Schutz gefährdeter Personengruppen andererseits gut abzuwägen. Bei individuellen Bedarf besteht die Möglichkeiten, einen Termin für einen Hausbesuch zu vereinbaren.

Unter Einhaltung von Hygiene- und Schutzvorkehrungen (aktuell gilt für den Kontakt die 3G-Regelung) sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin persönlich immer nach Terminvereinbarung an den Standorten in Mosbach (Scheffelstraße 2) und in Buchen (Hollergasse 14) erreichbar.

Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, Kontakt per Telefon zu den Pflegeberatern Birgit Scheuermann 06261/84-2553 und Thomas Bauer 06261/ 84-2554 in Mosbach oder zu Jutta Landwehr 06281/ 5212-2550 und Jutta Baumgartner-Kniel 06281/ 5212-2551 in Buchen oder per Mail unter pflegestuetzpunkt@neckar-odenwald-kreis.de aufzunehmen. Das Beratungsangebot ist individuell, trägerunabhängig und kostenfrei.

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