(Symbolbild – globetrotter78/Pixabay)
Schließung des Standortes verkündet
Rosenberg (pm) Nach Informationen aus der Belegschaft wurde am Mittwoch die endgültige Schließung des Magna PT Standortes in Rosenberg verkündet.
Herausforderungen am Markt
Magna PT stellt Schaltgetriebe für bekannte Automobilhersteller her. Der Standort ist mit einem schwächelnden Markt für Verbrennerautos sowie den besonderen Problemen im Markt für Schaltgetriebe konfrontiert.
Transformationsprozess und mangelndes Interesse
Vor diesem Hintergrund initiierte die IG Metall vor etwa fünf Jahren gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Transformationsprozess. Birgit Adam von der IG Metall äußerte, dass es aus ihrer Sicht notwendig gewesen wäre, frühzeitig neue Märkte mit neuen Produkten zu erschließen. Das mangelnde Interesse des Magna-Konzerns an einem solchen Prozess führte schließlich zur jetzigen Situation.
Geplante Schließung und soziale Verantwortung
Die Schließung des Standortes wurde zunächst für Ende 2024 angekündigt, jedoch auf Ende 2026 verschoben. Ein Interessenausgleich und Sozialplan wurden in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat vereinbart. Durch ein Freiwilligenprogramm haben bereits Anfang 2025 etwa 100 Menschen den Betrieb verlassen.
Suche nach einem Käufer
Der Arbeitgeber suchte daraufhin einen Käufer für den Standort. Es war Magnas Ziel, einen Verkauf zu erzielen, der wirtschaftlich günstiger ist als die Schließung mit all ihren Folgekosten. Nach einigen Monaten wurde ein Interessent gefunden, der jedoch laut der gestrigen Arbeitgeberverkündung abgesprungen ist. Die genauen Gründe dafür sind unbekannt.
Unterschiedliche Stimmungen in der Belegschaft
Die Stimmung in der Belegschaft ist gemischt. Einige Mitarbeitende freuen sich aufgrund ihrer persönlichen Situation über die Möglichkeit, mit Abfindungen auszuscheiden. Viele möchten jedoch am Standort bleiben und haben durch die Unsicherheiten in den letzten Monaten ihre Zuversicht verloren.
Mangelnde konstruktive Verhandlungen
Betriebsrat und IG Metall haben mehrere Monate versucht, in konstruktiven Verhandlungen mit Magna eine Lösung zu finden, die der Situation Rechnung getragen hätte. Leider war der Arbeitgeber bis zum Schluss nicht bereit, offen für Verhandlungen zu sein (NZ berichtete).
Bedauern über den möglichen Standortverlust
„Wir bedauern, dass Magna sich anscheinend nicht auf einen Kaufvertrag einigen konnte, wodurch die Schließung des Standortes wohl endgültig bevorsteht“, fasst Harald Gans von der IG Metall zusammen. Die Interessen der Beschäftigten werden weiterhin während dieser Phase vertreten, und Beratungen auch sozialrechtlicher Art angeboten.
