Vor 20 Jahren wurde die Jugend heimisch

von Liane Merkle

20 Jahre Jugendkeller Schlossau

Ein Großteil der Gründungsmitglieder ist zur Jubiläumsfeier gekommen. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger (re.) und Ortsvorsteher Herbert Münkel (3.v.re.) gratulierten. (Foto: Liane Merkle)

Schloßau. Die Anfänge des „Jugendkeller Schloßau e.V.“, der am vergangenen Wochenende sein 20-jähriges Bestehen als Verein feiern konnte, liegen Anfang der 70-er Jahre. Damals diente ein ausgebauter Hühnerstall gegenüber der Gaststätte „Grüner Baum“ als wenig frequentiertes Jugendzentrum, das an Erfolglosigkeit nur noch von den Versuchen des ehemaligen Pfarrer Plewnia übertroffen wurde, der im Pfarrhaus für zwei Jahre eine Jugendgruppe aus den Jahrgängen 57-59 formen wollte.

Besser angenommen wurde dann der „Club Germania“ (Jahrgänge 1960-63), der sich rotierend bei den Mitgliedern traf sowie der nachfolgende „Stammtisch Zupf“. Eigentlich suchte jede sich Generation irgendein Domizil mit wechselndem Erfolg. Bis man 1992 endlich zusammen mit Ortsvorsteher Hans Moser „Nägel mit Köpfen“ machte und passende Gebäude für ein offizielles Jugendprojekt suchte.

Wie Max Friedrich als 1. Vorsitzender des Jugendkellers im Rahmen einer Feierstunde im gut besuchten Festzelt bei der Schule ausführte, sei man Hans Moser noch heute für den zentralen Raumvorschlag im Keller des alten Schulhauses und für seine vielseitige Unterstützung dankbar. 59 Gründungsmitglieder konnte der Verein am 29. März 1992 vorweisen und bis zu Baubeginn, den der Gemeinderat positiv befürwortete, konnte man bereits auf 80 Mitglieder stolz sein.




Das war auch notwendig, denn mit Ausnahme von Heizungs- und Fenstereinbau wurde der Ausbau in 3.600 mühsamen Arbeitsstunden, die einem Wert von 57.000 DM kamen, in Eigenregie bewerkstelligt. Die Materialkosten wurden von der Gemeinde getragen. „Ohne die tatkräftige Mithilfe jedes einzelnen Mitglieds wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Die Jugend Schloßaus kann voller Stolz behaupten, sich einen sehr schönen, gut eingerichteten Jugendtreff geschaffen zu haben.“

In Ihren Grußworten hoben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Ortsvorsteher Herbert Münkel vor allem das große Verantwortungsbewusstsein der inzwischen 168 Jugendkeller-Mitglieder hervor. Die Jugendlichen hätten sich mit Weitsicht dem demografischen Wandel gestellt, würden sich vor keiner örtlichen Gemeinschaftsarbeit drücken – jüngstes Beispiel die unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden bei Freizeitgebiet „Saugasse“ – und sie bereichern mit ihren gut besuchten Veranstaltungen und Aktionen regelmäßig und ganzjährig den Kulturkalender des Mudauer Ortsteils.

Auch das dreitägige Jubiläumsfest könne sich in Organisation und Durchführung mehr als sehen lassen wie die gute Resonanz zeige. Als Dank und Anerkennung für 20 Jahre „Jugendkeller Schloßau“ mit voller Integration überreichte Ortsvorsteher Herbert Münkel der rührigen Vorstandschaft, vertreten durch Max Friedrich und Patrik Benig, eine Urkunde und ein Geldpräsent.

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