BürgerEnergieIdeen tragen Früchte

Ergebnisse der „energiegeladenen Projektstudien“ werden mit Spannung erwartet

2015 03 24 BürgerEnergieIdeen tragen Fruechte

In Mülben arbeitete die Projektgruppe mit Hochdruck am Entwurf der BürgerEnergieIdee, jetzt wartet man gespannt auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Über den Plänen brüten Bürgermeister Markus Haas, Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs Energie & Umwelt der Metropolregion Rhein-Neckar, H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm und Ortsvorsteher Timo Bachert gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus Mülben. (Foto: pm)

Mülben. (pm) Die Erwartungen sind hoch! Überall in der Region wartet man gespannt auf die Ergebnisse der Studien zum Wettbewerb BürgerEnergieIdeen an deren Erstellung derzeit mit Hochdruck gearbeitet wird. Bereits Ende April sollen die fertigen Studien in den zehn Gewinnerkommunen präsentiert werden. Im Rahmen des Wettbewerbs suchten die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) und die Metropolregion Rhein-Neckar im vergangenen Jahr die effizientesten, kreativsten und nachhaltigsten BürgerEnergieIdeen. Unterstützt wird der Wettbewerb durch die Sparkassen der Region.

Die Hochspannung ist in diesen Tagen besonders auch im Waldbrunner Ortsteil Mülben (Neckar-Odenwald-Kreis) zu spüren. Hier wird die Errichtung einer Holz-Sonne-Kopplungsanlage zur Erzeugung von erneuerbarer Wärmeenergie aus heimischen Ressourcen geprüft. Bürgermeister Markus Hass ist schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. „Mit unserer BürgerEnergieIdee wollen wir Öl und Gas durch nachhaltige und erneuerbare Energieträger ersetzen. Dieses Konzept passt einfach zu unserem Luftkurort“, bekräftigt der Rathauschef. Die fertigen Machbarkeitsstudien sollen vor allem Hinweise zur Umsetzung der Ideen geben. Mit den Ergebnissen kann die Projektentwicklung vor Ort dann entscheidend vorangetrieben werden. Erwartet wird nichts geringeres, als ein Fahrplan in eine neue Energiezukunft.

„Der Schlüssel zur Energiewende liegt in bürgerschaftlich getragenen Initiativen und einer verantwortlichen Organisation vor Ort“ erklärt H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm. Hier spießen häufig die entscheidenden Ideen. Die Vorteile dieser BürgerEnergieIdeen liegen dabei klar auf der Hand: Die Konzepte passen wie maßgeschneidert zu den lokalen Gegebenheiten, die kommunale Entwicklung wird vorangebracht und die regionale Wertschöpfung steigt. Profitieren soll dabei vor allem die Region, die durch den Umbau hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu einer echten Vorbildregion in Sachen Energie werden soll.

„Wir wollen die energetischen Potenziale unserer Region in Wert setzen“ bekräftigt Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs Energie und Umwelt der Metropolregion Rhein-Neckar. „Dazu wollten wir vor allem die Bürgerinnen und Bürger aktivieren. Diese Rechnung ist mit unserem Wettbewerb BürgerEnergieIdeen voll aufgegangen.“ Durch den bürgerschaftlichen Ansatz identifizieren sich die Menschen mit dem Projekt. Vielerorts kann nun der nächste Schritt in Richtung eines neuen Energiezeitalters gegangen werden.

Im Fokus der siegreichen Wettbewerbsbeiträge aus Mauer, Meckesheim, Schifferstadt, Schönbrunn, Waldbrunn, Wiesenbach und Wiesloch stehen kommunale Wärmenetze. Insbesondere wird dabei der Frage nachgegangen, wie Wärme und Strom aus Biogas- oder Holzhackschnitzel-Anlagen auch in Kombination mit Solarthermie und Photovoltaik optimal genutzt werden können. Mit der oberflächennahen Geothermie und Tiefengeothermie beschäftigen sich die prämierten Ideen aus Edingen-Neckarhausen und dem Landkreis Bergstraße. Die Gemeinde Brühl möchte die Möglichkeiten eines schwimmenden Klein-Fließwasserkraftwerks im Rhein zur Stromerzeugung ausloten.

Info: Unter dem Motto „Eine BürgerEnergieIdee für Deine Gemeinde“ wurde der gemeinsame Wettbewerb von Bioenergie-Region H-O-T und Metropolregion Rhein-Neckar am 1. Oktober 2013 offiziell gestartet. Während der Wettbewerbsphase wurden zahlreiche Beiträge und umsetzungsreife Projektideen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Bürgern und kommunalen Akteuren entwickelt und eingereicht. Insgesamt waren mehr als 20 Bewerber zum kreativen Kräftemessen angetreten. Aus diesen Beiträgen wurden am 19. November 2014 im Mozartsaal des Schwetzinger Schlosses die besten Projektideen gekürt. Die zehn Sieger-Konzepte werden nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie unter ökonomischen und ökologischen Aspekten von Fachleuten bewertet. Ziel ist es, den Initiativen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu liefern, damit aus möglichst vielen der Ideen beispielgebende Projekte für andere Städte und Gemeinden in der Region entstehen können.

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