„Volle Auslastung der Carl-Schurz-Kaserne nicht hinnehmbar“

„Wohnraum als einziges Kriterium“

Hardheim. (pm) „Trotz allem Verständnis für die zeitlichen Engpässe der grün-roten Landesregierung bei der Findung von Unterkünften für Flüchtlinge, scheint mir die nun beschlossene volle Auslastung der Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim als nicht hinnehmbar. Dass die Landesregierung jegliches Maß und Ziel verloren hat, zeigen beispielsweise auch die Verhältnisse im südbadischen Sasbachwalden, wo mittlerweile auf die 2400 Einwohner 800 Flüchtlinge kommen, so der Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete Peter Hauk.

Als beim Treffen der Landräte und Bürgermeister am gestrigen Montag in Stuttgart die priorisierte Nutzung von Kasernen bestätigt wurde, wird dies die volle Auslastung der Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim bedeuten. Auf die 5.000 Einwohner werden in Zukunft mehr als 1.000 Flüchtlinge kommen, sprich jeder fünfte Mensch in Hardheim ist ein Flüchtling. „Für die grün-rote Landesregierung scheint es wohl nur ein Kriterium bei Findung von Unterkünften zu geben, nämlich Wohnraum. Andere Aspekte, wie die wirtschaftliche Stärke, die ehrenamtliche Auslastung oder die Belastbarkeit der Bevölkerung, werden wohlwollend übersehen.
Ich fordere einen Tragfähigkeitsschlüssel, welcher diese Aspekte berücksichtigt, so dass man zur Verhältnismäßigkeit zurückkehrt und die Hilfsbereitschaft einiger Kommunen nicht überstrapaziert“, kritisiert Hauk.

In den letzten Tagen wurde viel über eine weitere Belegung der Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim spekuliert, deren Bestätigung am gestrigen Montag nun öffentlich wurde. Neben der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber des Kreises Neckar-Odenwald mit knapp 300 Menschen, sowie der Teilbelegung der Kaserne mit vorläufig 300 Flüchtlingen, wird die Zahl in Hardheim in den nächsten Wochen vierstellig werden.

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