(Foto: Liane Merkle)
Die Weihnachtsgeschichte in Mundart
Von Liane Merkle
Waldleiningen. Die traditionelle Melodie „Stille Nacht, Heilige Nacht“ vermittelt eine sanfte, romantische Stimmung. Doch die Weihnachtsgeschichte, wie sie der Evangelist Lukas im zweiten Kapitel niederschrieb, ist alles andere als romantisch: „Sellemool woars, weesch, als de Kaiser Auguschdus ohgebbe hot, alli Lejid im remische Reich solle sich in a Schdejierlischde eidroache losse!“
Ein unvergesslicher Abend in der Schlosskapelle
Die Mundart-Andacht, zelebriert von Pastor Patrick Will und „Seiner Sprachlichkeit“ Hans Slama an Heiligabend in der Schlosskapelle Waldleiningen, war ein voller Erfolg und könnte möglicherweise zur fortlaufenden Tradition werden. Die Teilnehmer wurden mit Geschichten von Josef und Maria, den Hirten, Engeln und den drei Königen in die besondere Atmosphäre der Heiligen Nacht entführt.
Ein Geschenk für die Mundartliebhaber
Besonders für einige Kurgäste aus dem Norden war es eine Herausforderung, den Dialekt zu verstehen. Doch jeder Anwesende nahm etwas von der festlichen Botschaft mit nach Hause: „Maria hot sich ä jeds Werdle g’merkd, woas des Engel (un de Slama) g’saad hot“.
Diese eindrucksvolle Weihnachtsgeschichte wird den Gottesdienstbesuchern in Erinnerung bleiben. Außerdem dürfen sich alle, die auf eine Fortsetzung von „Gottesdienst in Mundart“ hoffen, bereits auf ein besonderes Ereignis freuen: Ein Gutschein für den Mundartgottesdienst am 18. April 2026 um 18 Uhr in der Mudauer Pfarrkirche „St. Pankratius“.
