Jetzt gegen FSME impfen lassen

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Symbolbild - Sonstiges

Biss mit Tücken – Statistik: Nur jeder Fünfte im Neckar-Odenwald-Kreis ist gegen FSME geimpft

 

 Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Kaum locken die ersten Sonnenstrahlen ins Freie, ist sie wieder aktiv: die Zecke. Mit ihrem Biss können die Zecken gefährliche Krankheiten übertragen wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Lyme-Borreliose. Laut Statistik mussten zuletzt 378 Versicherte im Neckar-Odenwald-Kreis wegen Borreliose behandelt werden. AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein: „Die Infektion mit Lyme-Borreliose kann Gelenkentzündungen, Arthritis oder Herzrhythmusstörungen verursachen.“

Anders als gegen Borreliose-Bakterien gibt es gegen FSME-Viren eine Impfung. Die Region gehört laut Robert-Koch-Institut zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland. Da es keine Therapiemöglichkeiten gibt, empfehlen die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) und die AOK Rhein-Neckar-Odenwald allen, die sich häufig in der Natur aufhalten, eine FSME-Schutzimpfung. Diese wird von den Krankenkassen bezahlt.

Landesweit lassen sich nur 20,8 Prozent der Versicherten gegen FSME, die eine Gehirnhaut- oder Rückenmarkentzündung zur Folge haben kann, impfen. Im Neckar-Odenwald-Kreis ist die Impfquote mit 21,1 Prozent nur leicht höher. Dr. Sabine Knapstein empfiehlt gerade älteren Menschen, die sich viel in der Natur aufhalten, eine Impfung und besondere Aufmerksamkeit: „Insbesondere ältere Männer mit zusätzlichen Herz-Kreislauf-Problemen sollten sich bei Gartenarbeiten oder nach einem Aufenthalt in der Natur stets sorgfältig auf Zecken absuchen. Gerade diese Gruppe unterschätzt oder verdrängt gerne das Risiko und ist dann lebensbedrohlich betroffen.“ Laut Knapstein kann es bei einer Infektion durch ein FSME-Virus zu grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber und Kopfschmerzen kommen. Bei einer Mehrzahl der Betroffenen heilt die Krankheit ohne bleibende Schäden wieder aus, ist aber das zentrale Nervensystem oder das Rückenmark betroffen, kann es zu bleibenden Schäden kommen.

Da zwei Drittel aller FSME-Fälle in den Monaten Juni bis August auftreten und zwei Impfungen zeitlich versetzt verabreicht werden müssen, ist jetzt die richtige Zeit, sich impfen zu lassen. Nur so kann der Schutz in den Sommermonaten auch in diesem Jahr gewährleistet werden. So lassen sich der Campingausflug, die Fahrradtour oder die Gartenarbeit noch besser genießen.

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