Haßmersheim: Genossen feiern gemeinsam

Winterfeier der beiden SPD Ortsvereine Haßmersheim und Hüffenhardt

(jg) Es war bis zum letzten Stuhl besetzt, als Karlheinz Graner auch im Namen seines Kollegen, dem SPD-Vorsitzenden von Hüffenhardt Hans Winnerl die Mitglieder und Freunde begrüßte, unter ihnen die Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel, den Landtagsabgeordneten Georg Nelius, den Kreisvorsitzenden Jürgen Graner, die Bürgermeister Walter Neff mit Gattin und Michael Salomo, sowie die anwesenden Gemeinderäte.

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In einer kleinen Rückschau ging Graner auf einige Ereignisse ein. Die Landtagswahl wurde für die SPD zum Desaster, Populismus ist scheinbar angesagter als ehrliche politische Arbeit, wie es die SPD seit Jahrzehnten praktiziert. „Wenn ich an den Radweg, den barrierefreien Neckarsteg, die Förderung der Krippenplätze und die sehr gute finanzielle Ausstattung der Kommunen denke. Die Friedrich-Heuss-Schule wäre schon längst geschlossen, hätten wir die Gemeinschaftsschule nicht bekomme.

Und die vielen Häuser im Sanierungsgebiet die mit Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm neues Leben eingehaucht bekommen, und vieles mehr. Schon jetzt ist abzusehen, dass die grün-schwarze Landesregierung bei den Landkreisen, Städten und Gemeinden sparen will, und wir werden uns schon bald nach dem ROT in der Landespolitik zurücksehnen.

In Hüffenhardt blies der Wind ganz heftig, dass sich die Böen bis Hochhausen auswirkten. Es gilt unser Kreisaltersheim mit der besseren Vernetzung durch einen Bürgerbus zu stärken“. Vorsitzender Graner ging dann auf den Wunsch des Zusammenschlusses der beiden Ortsvereine ein. „Wir haben gemeinsam die Kreisdelegiertenkonferenz in Kälbertshausen durchgeführt, wir haben in Vorstands- und Mitgliederversammlungen beraten und beschlossen, dass wir uns zukünftig gemeinsam auf den Weg machen wollen.

Uns verbindet viel mehr als uns trennt, das zeigt sich an der großen Schar, die heute gekommen ist. Unser Ziel ist es, dass wir bis zum Ende des Jahres Eins sind“. Im Anschluss daran wünschte Graner einen guten Appetit. Michael Raudenbusch und weitere SPD-Mitglieder verwöhnten die Gäste mit Leckereien aus dem Smoker und Salaten, die in einer Vielzahl von Mitgliedern aus beiden Ortsvereinen gestiftet wurden.

MdL Georg Nelius unterstrich bei seinem Grußwort, dass die SPD der kommunalfreundliche Partner der Kommunen sei. Die neue Landesregierung habe sich davon weit entfernt und spare nach altem Muster auf dem Rücken der Kommunen, trotz voller Kassen.Er zeigte dies am Beispiel des wieder deutlich gestiegenen Selbstbehalts des Landes beim Finanzausgleich und der Einbehaltung von Bundesmitteln, die für die Kosten der Kommunen bei der Anschlussunterbringung und Integration von Flüchtlingen bestimmt seien. Dadurch würden den Kommunen in Baden-Württemberg mehrere hundert Millionen Euro fehlen.

MdB Dr. Dorothee Schlegel freute sich sehr, dass es auch im Kreis viele SPD-Neueintritte gibt, um unsere Demokratie zu stärken. Das Zusammenwirken von Bund, Land und Kommunen wurde bei der Winterfeier der SPD in Haßmersheim hervorgehoben. Denn die Kommunen zu unterstützen bedeutet ganz konkret, den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu helfen. Natürlich war Martin Schulz Thema des Abends. Und vor allem die Soziale Gerechtigkeit müsse weiter ausbuchstabiert und konkretisiert werden.

Bürgermeister Salomo skizzierte die derzeitigen Arbeitsschwerpunkte der Gemeinde. Es fehlen Wohnungen und Pflegeplätze und Haßmersheim hat keine Grundstücke mehr für die Ansiedlung von Gewerbe. Im Schulbereich müsse Geld in die Hand genommen werden, um die Attraktivität der Friedrich-Heuss-Schule zu verbessern. Er strebe nach besseren Einkaufsmöglichkeiten nicht nur für Haßmersheim, sondern für alle Ortschaften in der Verwaltungsgemeinschaft. „Mit dem Bürgerbus wollen wir auch für Ältere und Schüler den Zugang zur Infrastruktur und dem Schienennetz verbessern. Beim Neckarsteg erwähnte Salomo, dass es ihm gelungen sei in Gesprächen mit der Oberfinanzbehörde die Mehrwertsteuer in Höhe von 800 000 EUR „locker“ zu machen.

In seinem Schlusswort dankte Karlheinz Graner allen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung des Abends. Mit einem Appell wendet er sich an die anwesenden politischen Mandatsträger, reale Politik zu machen, anstatt unrealisierbare Luftschlösser zu bauen!

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