(pm) Die „Digital Humanities“, die digitalen Geisteswissenschaften, sind eine junge Disziplin. An der Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaften und Informatik beschäftigt sie sich mit der zunehmenden Digitalisierung, Datenaufbereitung und -analyse. Bei dem DFG-Workshop „Digitalität in den Geisteswissenschaften“ hielt nun Professor Dr. Klaus-Georg Deck von der DHBW Mosbach den Eröffnungsvortrag.
Bei der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) getragenen Veranstaltung stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Bayreuth verschiedene Forschungsprojekte der „Digital Humanities“ vor. Sie diskutierten darüber, ob und inwiefern Digitalität den Forschungsgegenstand und die Methoden der Geisteswissenschaften verändert. Vertreten waren neben der Philosophie und der Informatik unterschiedliche geisteswissenschaftliche Disziplinen wie Linguistik, Literaturwissenschaften, Altertumswissenschaften, Japanologie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Für Klaus-Georg Deck, der sich an der DHBW Mosbach im Studiengang Wirtschaftsinformatik mit Themen wie Programmieren und Webtechnologien in einem eher technischen Umfeld bewegt, ist das geisteswissenschaftliche Terrain kein Neuland. Er hat neben Mathematik auch Philosophie und Kunstgeschichte studiert und betrachtet Digitalität auch aus einer anderen Perspektive. „Zu lange wurde die Dichotomie von empirisch-analytischen Wissenschaften einerseits und den Geisteswissenschaften andererseits kultiviert“, so Deck in seinem Vortrag. Er stellte verschiedene Thesen zum Thema „Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert“ zur Diskussion und ging gleichzeitig darauf ein, dass daraus auch Impulse für die Informatik entstehen können. Für ihn stellt das Phänomen des Digitalen eine Herausforderung und gleichzeitig eine Chance dar, nicht nur Brücken zwischen diesen „Welten“ zu schaffen, sondern letztlich besser zu verstehen, was „Industrie 4.0“, „Internet of Things“ und „Big Data“ mit den Menschen machen
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