Startschuss für sechstes Ausbaugebiet gefallen – Rund 31 Kilometer Glasfaser müssen in die Erde Landrat lobt erneut den reibungslosen Ablauf
(IMG Solche Multifunktionsgehäuse werden im Zuge des Breitbandausbaus demnächst auch in Hardheim, Höpfingen und Walldürn zu sehen sein. (Foto: Archiv/Hofherr)
Höpfingen. (pm) Die Grundlagen für die moderne Raumfahrt legte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Hardheimer Raumfahrtpionier Walter Hohmann und eröffnete der Menschheit damit ganz neue Dimensionen. Dass die Bewohner seiner Heimatgemeinde zukünftig an heimischen Endgeräten in neue Dimensionen vorstoßen, dafür sorgt nun das Breitbandprojekt des Landkreises und der Telekom. Denn Hardheim gehört mit Höpfingen und Walldürn zum sechsten von insgesamt acht Ausbaugebieten. Den offiziellen Spatenstich führten Landrat Dr. Achim Brötel, die Bürgermeister Adalbert Hauck, Markus Günther und Volker Rohm sowie Vertreter der Deutschen Telekom heute in Höpfingen aus. Verlegt beziehungsweise aufgestellt werden in diesem Gebiet rund 31 Kilometer Glasfaserkabel und 69 hochmoderne Straßenverteiler, sogenannte Multifunktionsgehäuse (MFG). Mit neuester Übertragungstechnik wird das Tempo im Internet auf Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beschleunigt.
Die Kunden müssen aktiv werden
Auf den guten Stand des Gesamtprojekts hob auch Martin Stiebitz, Projektleiter für den Breitband-Ausbau der Landkreise in der Telekom Technikniederlassung Südwest, ab: Nur noch ein paar Wochen müssten die Internetnutzer im Ausbaugebiet 4 auf die schnellen Anschlüsse warten, wie er erklärte. In Mudau und Waldbrunn seien die Tiefbauarbeiten nahezu beendet. „Aktuell erfolgt der Einbau der Systemtechnik in die Multifunktionsgehäuse“, so Stiebitz. Nach einer Testphase ist die Freischaltung der neuen Breitbandversorgung für Mai geplant. Bei Informationsveranstaltungen am 26. April in Waldbrunn und am 27. April in Mudau sollen alle Interessenten über die Möglichkeiten des neuen Netzes informiert werden. Angesichts einiger aktueller Nachfragen betonte Stiebitz, dass die schnellen Internetanschlüsse nicht von allein in die Haushalte kommen. Die Kunden müssen aktiv werden und sich daher zuvor informieren.
Quantensprung bei der Geschwindigkeit
Insgesamt werden im Neckar-Odenwald-Kreis rund 240 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 438 Kabelverzweiger gänzlich neu errichtet oder mit moderner Übertragungstechnik aufgerüstet. Somit sind bereits rund 80 Prozent der Strecke zwischen Vermittlungsstelle und Kunde mit Glasfaser erschlossen. Mit der Einschaltung von Vectoring erhalten die meisten Haushalte und Gewerbebetriebe bis zu 100 MBit Download. Auch der Upload wird für Unternehmen und Privatpersonen, beispielsweise über die Nutzung von Clouds, immer wichtiger. Die neuen Anschlüssen erreichen Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 40 MBit/s.
Infos im Internet:
www.breitband-nok.de www.telekom.com/whatsapp/breitbandausbau.
