Geo-Naturpark besteht Prüfung

Region bleibt UNESCO Global Geopark – Landrat und Bürgermeister des Odenwaldkreises nehmen Urkunden entgegen

(pm) Jetzt haben es Landrat Frank Matiaske und die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Odenwaldkreis schriftlich: Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald mit seiner reichhaltigen Natur- und Kulturlandschaft, zu der auch der Landkreis gehört, darf das Prädikat „UNESCO Global Geopark“ bis Ende 2020 weiter führen. Das hat die Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen nach einer intensiven Prüfung entschieden. Reinhard Diehl, Geschäftsführer des Geo-Naturparks, überreichte im Landratsamt in Erbach eine entsprechende Urkunde an Landrat Matiaske. „Die Prüfer haben unseren Geo-Naturpark als einen der besten in Europa gewürdigt“, hob Diehl hervor.

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Landrat Matiaske nahm die Bescheinigung in einer turnusmäßigen Sitzung mit den Bürgermeistern der Kreis-Kommunen entgegen. Auch für die Städte und Gemeinden gab es Urkunden, die die Bürgermeister aus den Händen des Landrats und des Geopark-Geschäftsführers entgegennahmen. „Der Landkreis und die Kommunen sind unsere wichtigsten Partner. Ohne sie funktioniert unsere Arbeit nicht“, sagte Diehl. Er wies darauf hin, dass sich die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark auch positiv auf den Tourismus in der Region auswirkt.

Landrat Matiaske, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Geoparks ist, bedankte sich bei dem Geschäftsführer und dessen Mitarbeitern für ihren Einsatz: „Sie leisten Außergewöhnliches.“ Nicht zuletzt die erste Prüfung durch die UNESCO sei gut vorbereitet und begleitet worden. „Das ist nicht selbstverständlich.“

Das Prädikat „Global Geopark“ hatte die UNESCO im November 2015 ins Leben gerufen. Danach folgte sofort die Überprüfung durch zwei Gutachter – einen aus Japan und einen aus Kroatien. Diese hielten sich vier Tage in der Region auf, um festzustellen, ob das Geopark-Siegel weiter zu Recht getragen werden darf. Es steht auf einer Stufe mit dem Welterbe-Siegel, das diese Organisation ebenfalls vergibt. Die nächste Prüfung steht in vier Jahren an.

Im Odenwaldkreis waren die Kontrolleure zu Gast in Erbach und in Reichelsheim. Dort informierten sie sich über die örtlichen Geopark-Aktivitäten, aber auch über die Zusammenarbeit mit den Kommunen, mit Gastronomen und Direktvermarktern sowie über die Themen Naturschutz und Biodiversität. Diehl ist die Vernetzung vieler Akteure in der Geopark-Region ein zentrales Anliegen. Es gibt aber auch Kooperationen mit anderen Ländern. Weltweit gibt es 120 UNESCO-Geoparks, in Deutschland sind es sechs.

Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald umfasst ein Gebiet von 3.500 Quadratkilometern. Zu dem Verbund gehören außer dem Odenwaldkreis und dem Kreis Bergstraße die Landkreise Neckar-Odenwald, Rhein-Neckar, Miltenberg, Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie die Städte Darmstadt und Heidelberg. Besuchern werden zahlreiche Angebote gemacht. Zum Beispiel gibt es spezielle Geopark-Pfade, die über geologische und kulturgeschichtliche Besonderheiten informieren, Informationstafeln an etlichen „Geopunkten“, Informationszentren, umweltpädagogische Stationen und Radrouten. Außerdem halten Ranger und andere Geopark-vor-Ort-Begleiter ein reichhaltiges Angebot bereit, um den Geo-Naturpark zu erkunden.

Vier besondere Stationen bilden die „Eingangstore“ zu dem Park: das Welterbe Grube Messel im Norden, Neckarsteinach im Süden, die „Schatzinsel Kühkopf“ bei Stockstadt im Westen und die Tropfsteinhöhle Buchen-Eberstadt im Osten.


Landrat Frank Matiaske und Geopark-Geschäftsführer Reinhard Diehl (Mitte) im Kreis der Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Odenwaldkreises, die ebenfalls die UNESCO-Urkunde bekommen haben. (Foto: Stefan Toepfer/Kreisverwaltung)

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