Vom Nebenerwerb in die Selbstständigkeit

Arbeitsamt
_(Symbolbild - Michael/Pixabay)_

Erfolgreiche Existenzgründung im Nebenerwerb – Selbstständig neben dem Job

Walldürn. (pm) Eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb sollte gut geplant sein. Viele neue Fragen aus dem Unternehmensleben, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie das Risiko, den Zeitaufwand zu unterschätzen, erschweren den Start. Der Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn (GVV) bietet in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar eine kostenlose Veranstaltung als Starthilfe für die Nebenerwerb-Selbstständigkeit. Angesprochen werden sowohl rechtliche, steuerliche als auch finanzielle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nebenerwerbstätigkeit. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 11.10.2018 um 17.00 Uhr, im Sitzungssaal des Alten Rathauses, Hauptstraße 27 in Walldürn, statt. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung dafür ist nicht erforderlich. 
  
Oft ist eine Gründung im Nebenerwerb ein erster Schritt, um sich im eigenen Betrieb selbst zu testen. Derzeit sind von den jährlich ca. 7.000 Neugründungen im IHK-Bezirk gut 50 Prozent Gründungen im Nebenerwerb. Deshalb unterstützen der GVV zusammen mit der IHK Rhein-Neckar Gründer dabei, diese erste Bekanntschaft mit dem Unternehmertum gut vorbereitet zu beginnen. „Für den kooperierenden Wirtschaftsraum Hardheim-Höpfingen-Walldürn möchten wir mit dieser Infoveranstaltung viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ermutigen, den Schritt in die Selbstständigkeit – auch im Kleinen – zu wagen“, so Wirtschaftsförderer Meikel Dörr. Für Bereichsleiter Alex Wolf vom IHK Starter-Center sei eine „kleine Nebengründung“ der erste Schritt für eine Vollexistenz: „Mit kreativen Ideen ist die Nebenerwerbs-Selbstständigkeit eine echte Chance für den Test-Start“.

In verschiedenen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass das Gründungsgeschehen in Deutschland gegenüber den europäischen Nachbarländern sehr zaghaft ist. Unbeachtet bleiben dabei jedoch die Gründungen im Nebenerwerb, da diese zwar bei der Gewerbeanmeldung statistisch erfasst werden, danach aber in keiner Analyse mehr auftauchen. Dabei ist es für viele Existenzgründer attraktiv, parallel zur eigentlichen Arbeit noch einem Nebenjob in Form des eigenen Unternehmens nachzugehen. Oftmals werden diese Ideen jedoch hauptberuflich nicht weiterverfolgt, da es einfach an der Zeit mangelt, diese voll umzusetzen. Zusätzlich erschweren gesetzliche Vorgaben den Schritt ins Unternehmensleben. In anderen Ländern ist es durchaus gängig, neben seiner abhängigen Beschäftigung mit einem weiteren Standbein Geld hinzuzuverdienen.

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